Wie eine Frau mit Wrestling Mädchen hilft, für Veränderungen zu kämpfen

Photo: Arianna LaPenne.
Refinery29 hat sich mit Allison Rapson und Kassidy Brown, Gründerinnen der Medienfirma We Are the XX, für eine Dokumentarreihe, die das Leben von Frauen auf der ganzen Welt erkundet, zusammengetan. "A Woman's Place" zeigt die motivierenden Geschichten von Aktivistinnen, die sich in ihrer eigenen Gesellschaft für echte Veränderungen einsetzen. Diese Geschichte hier knüpft an die Interviews an, die Rapson und Brown geführt haben.

Im Senegal ist Wrestling mehr als nur ein Sport. Laamb, der Wrestlingstil, der hier bereits seit Jahrhunderten praktiziert wird, war lange Zeit ein großer Initiationsritus in dieser Kultur. In den letzten Jahren ist die Beliebtheit dieser Sportart explosionsartig gestiegen. Kämpfe ziehen Zehntausende von Fans an – damit ist Wrestling im Senegal beliebter als Fußball. Wie Allison Rapson und Kassidy Brown herausgefunden haben, spielten Frauen in diesem Sport jedoch lange Jahre lediglich eine Nebenrolle. Inzwischen aber versuchen Isabelle Sambou und andere weibliche Stars dieser Sportart, den Ring – und all die Möglichkeiten, die damit verbunden sind – für mehr Frauen freizumachen.

Sambou, Landesmeisterin und Teilnehmerin an den Olympischen Spielen 2012, ist Teil einer Bewegung, die mehr Frauen in den Sport bringen will, im Senegal und über dessen Grenzen hinweg. Große Sponsoren bedeuten, dass Champions nationale Berühmtheiten werden und enorm viel Geld machen können, und das in einem Land, in dem fast die Hälfte der Bevölkerung unter der Armutsgrenze lebt, wie die New York Times und andere Medien berichten. Manche halten Wrestling für so etwas wie Senegals staatliches Hilfsprogramm.

"Frauen-Wrestling ist zwar nicht unbekannt, aber auch nicht sonderlich bekannt. Das werden wir ändern“, sagt Sambou. „Wir werden Frauen-Wrestling voranbringen und die kleinen Mädchen hinter mir werden eines Tages Weltmeisterinnen und Olympiasiegerinnen sein. Sie werden mehr sein als wir, und das fühlt sich gut an.“

Sambou erzählt, dass das Wrestling wichtige Türen in ihrem Leben geöffnet hat. „Mein Leben hat sich sehr verändert. Ich war nur ein Haus- und Kindermädchen, als ich mit dem Wrestling anfing“, sagt sie. „Ich fand endlich etwas, das ich wollte, und es hat mein Leben verändert.“
Sie will ihre Berühmtheit nutzen, um junge Mädchen im Senegal zu ermutigen, ihrem bahnbrechenden Beispiel zu folgen und sich selbst zu verwirklichen. Einige hoffen sogar, dass mehr Frauen in einem Sport, der so fester Bestandteil der senegalesischen Kultur ist, auch dabei helfen können, größere Themen wie die Gleichberechtigung der Geschlechter auf den Tisch zu bringen - inklusive der dazugehörigen Punkte wie Bildungsmöglichkeiten, wirtschaftliche Chancen und Kinderehen.

"Wenn wir ernstgenommen werden wollen, müssen wir aktiv werden. Wir müssen uns einmischen und wir müssen für unsere Rechte einstehen“, sagt Aminatou Sar von Amnesty International. "Niemand anderes wird das für uns tun. Ich halte die senegalesischen Frauen für mutig – und sie sind Kämpferinnen."
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