9 Frauen erzählen, warum sie sich den Kopf rasiert haben

Heutzutage gilt ein kurzgeschorener Schopf nicht mehr zwingend als politisches oder gesellschaftliches Statement. Auch mehr und mehr Frauen greifen zum Rasierer. Es mag daran liegen, dass ich in einer Stadt lebe, die besonders für ihren kreativen und experimentierfreudigen Lebensstil bekannt ist, aber ich könnte spontan bestimmt ein Dutzend Frauen aufzählen, die sich schon einmal ihren Kopf rasiert haben.

Die Gründe dafür sind sehr unterschiedlich: Die einen erfuhren einen Moment der Klarheit, die anderen hatten Lebensveränderndes erlebt oder es ging ihnen einfach darum, die Kontrolle zu haben, selbst über ihr Aussehen entscheiden zu können. Die meisten, mit denen ich darüber gesprochen habe, empfanden es als einen Akt der Ermächtigung und Befreiung oder sprachen von dem Gefühl, das dem gleich kam, eine Tafel sauber zu wischen. Vielen hatten aber auch negative Erfahrungen gemacht. Man sei ihnen mit Vorurteilen begegnet, oder sie waren scheinbar unsichtbar für ihre Umwelt geworden und auch homophobe Beschimpfungen waren keine Seltenheit.

Im Folgenden haben mir neun Frauen ihre Geschichte erzählt, warum sie sich die Haare abrasiert haben und welche Gefühle dies bei ihnen auslöste.