Zwanghaft, lässig oder verschämt: Welche Art von Porno-User bist du?

Wahrscheinlich denkst du nichts besonders viel darüber nach, wie, wo und wann du dir Pornos anschaust. Eine kürzlich veröffentlichte Studie des Journal of Sexual Medicine hat drei Typen von Pornokonsumenten festgestellt, von denen allerdings nur eine Verhaltensweise gesund ist.
Ausschlaggebend ist bei jeder der drei Kategorien hierbei die Art: Überwiegt die Motivation der Entspannung und Erholung, der schiere Zwang oder die Verzweiflung und die Scham danach?
Das Forscherteam der Université Laval im kanadischen Quebec wertete Ergebnisse von 830 Testteilnehmern aus: Gefragt wurden diese nach ihren Gewohnheiten, ihrem Verhalten beim Gucken, sowie nach ihrer allgemeinen sexuellen Zufriedenheit, der Häufigkeit und einer möglichen sexuellen Dysfunktion. Sie fragten gezielt nach, wie hartnäckig die Testpersonen dabei vorgingen, Pornos zu finden und zu sehen, wie sie sich danach fühlten und wie zwanghaft das Gefühl dabei war.
Werbung
Das Ergebnis? 75 Prozent der Befragten fielen in die Gruppe derer, die Pornos zur Erholung schauen und durchschnittlich 24 Minuten pro Woche damit verbringen, Pornofilme oder -videos zu schauen. Diese Gruppe punktete außerdem relativ niedrig in den anderen Punkten, der Hartnäckigkeit oder der Zwanghaftigkeit. Die Teilnehmer, die in diese Gruppe fielen, waren mehrheitlich weiblich und/oder in Beziehungen.
12,7 Prozent der Teilnehmenden wurden unter der Kategorie „verzweifelt, aber nicht zwanghaft“ zusammengefasst. Diese Gruppe schaut im Durchschnitt 17 Minuten Pornos in der Woche, ohne großen Zwang, dafür jedoch mit einer unverhältnismäßiger Scham danach verbunden.
In die Kategorie der zwanghaften Porno-User fielen lediglich 11,8 Prozent, die die Liste mit phänomenalen 110 Minuten pro Woche quantitativ anführen und zwar alles daran tun, ihre tägliche Dosis auch zu bekommen, dabei jedoch nur geringe Phasen der Verzweiflung oder des Stress' empfinden.
Es gibt drei Typen von Pornonutzern – wie tiefgreifend allerdings die Aussagen nun sind, darüber lässt sich streiten. Schaden tut das schiere Gucken von Pornos erst einmal niemandem.
Werbung