So klärt diese App Frauen im Iran heimlich auf

Der Name der App ist Programm, denn „Hamdam" bedeutet übersetzt „gute Freundin" und soll Frauen im Iran nun ganz heimlich, still und leise helfen. Warum heimlich? Weil Hamdam offiziell ein Menstruationskalender in persischer Sprache ist – wer aber richtig durchsteigt, bekommt neben dem Periodentracking auch noch Frauenrechte vermittelt. In mehreren Unterkategorien klärt Hamdam auf über das Thema häusliche Gewalt, Scheidungsrecht, Sexualität und Rechte.
Die Frauen können hier anonym Hilfe suchen – auch offline, wenn sie in einer Situation sind, in der sie sich nicht alleine behauten können. Die Idee zu der App kam von der in Frankreich lebenden iranischen Frauenrechtsaktivistin Soudeh Rad. Sie ist auch Gründerin der Onlineplattform „Feminist Spectrum", die Iranerinnen in Frauenrechtsfragen unterstützt.
In der Islamischen Rebublik haben nicht alle Menschen die gleichen Chance auf sexuelle Bildung und für Frauen herrschen meist andere Regeln als für Männer, Frauen werden rechtlich und gesellschaftlich diskriminiert. So dürfen sie zum Beispiel ohne Erlaubnis eines männlichen Familienmitglieds nicht ins Ausland reisen und Vergewaltigung in der Ehe ist kein juristischer Tatbestand...
Eine App wird die Zustände und die Sitte zwar nicht von heute auf morgen verbessern, doch jedes bisschen Aufklärung hilft.
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