Die erschreckende Bedeutung der Patches auf dem Zara-Rock

Foto: Courtesy of Zara.
Die Memes mit Pepe dem Frosch haben während der vergangenen Monate – insbesondere während der Wahlen in den USA – an Humor und Unschuld verloren. Während der Präsidentschaftswahlen verwendete die Alt Right-Bewegung die Karikatur, um ihre rassistischen, nationalistischen Ideale zu illustrieren. Die Anti-Defamation League, eine amerikanische Organisation, die sich gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung einsetzt, deklarierte Pepe schliesslich als Hasssymbol. Irgendwie ... ungeschickt von Zara, dass sie dieses jetzt auf ihren Bestseller – den Jeansrock – gedruckt haben. Und irgendwie verständlich, dass das auch sofort Reaktionen über Twitter hervorgerufen hat. Wenigstens hat Zara schnell darauf reagiert und den Jeansrock wieder aus dem Sortiment genommen.
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Aber bevor ihr euch „kann ja mal passieren” denkt, möchten wir kurz an die anderen Fehltritte erinnern. Erstens: Wisst ihr noch als die Modemarke 2007 Handtaschen mit einem Hakenkreuz-Aufdruck verkaufen wollte? An die Schuhe mit der Bezeichnung „Sklaven-Sandalen”? Oder das Shirt für Kinder, das samt dem gelben Stern auf der Brust und den Streifen an die Kleidung von Gefangenen in nationalsozialistischen Konzentrationslagern erinnerte? Verkauft wurde das dann als „Sheriff”-Outfit.
Und Zara nur so: Wir akzeptieren „in keiner Weise jegliche Art von offensivem oder respektlosem Verhalten einer Person oder Gemeinschaft gegenüber”. Ja gut, aber Zara, mal Hand aufs Herz: Zum vierten Mal?
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