Down Below: Die Sichtbarmachung des weiblichen Geschlechts

Foto: Vanessa Leyßner
Die weiblichen Geschlechtsorgane liegen größtenteils verborgen. Sie sind äußerlich nur ansatzweise sichtbar, die gesamte Anatomie der so genannten Vulva aber ist nahezu verhüllt. Brisanterweise steckt die (Er)Forschung der weiblichen Sexualität bis heute noch in den Kinderschuhen. Hinzu kommt, dass der weibliche Intimbereich in einer sonst so grenzenlosen und offenen Gesellschaft noch immer mit Schamgefühlen und Blöße besetzt ist, was nach wie vor zu einer gewissen Tabuisierung beiträgt. Diese Tatsachen führen unter anderem dazu, dass die Unwissenheit über die weiblichen Geschlechtsorgane weit verbreitet ist – und zwar auch unter Frauen. Warum ist das so?
Die Grafikdesignerin und Objektkünstlerin Vanessa Leyßner möchte das ändern und hat sich in einem seriellen Kunstprojekt dieser Thematik angenommen. In einer Ausstellung stellt sie die Vulva in ihren verschiedensten Ausformungen jetzt ganz bewusst in Fokus.
Wir haben uns mit Leyßner vorab über Scham, ihre Modelle und die Vielfalt des weiblichen Geschlechts unterhalten: