In diesen 10 Ländern ist es für Mädchen am schwersten zur Schule zu gehen

Foto: Getty Images, MissHibiscus
Während es in vielen Ländern dieser Welt selbstverständlich ist, dass Mädchen genauso wie Jungs zur Schule gehen, sind andere Regionen meilenweit von einer gleichberechtigten Regelung entfernt. Laut eines aktuellen Berichts der entwicklungspolitischen Organisation ONE, besuchen weltweit rund 130 Millionen Mädchen keine Schule. Die Studie Wo es für Mädchen am schwersten ist, in die Schule zu gehen führt demnach zehn Länder auf, in denen junge Mädchen bildungstechnisch extrem benachteiligt sind.
Der Grund ist meist ebenso einfach wie erschütternd: Sie sind als Mädchen in einem Land zur Welt gekommen, das von extremer Armut betroffen ist. 130 Millionen Mädchen – das sind 130 Millionen potentielle Ingenieurinnen, Unternehmerinnen, Lehrerinnen und Politikerinnen, die der Welt verloren gehen,“ erklärt Stephan Exo-Kreischer, Deutschland-Direktor von ONE.
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Angeführt wird die Liste vom Südsudan, wo tatsächlich 74% der Mädchen zwischen 6 und 11 Jahren keine Schulbildung erhalten. In dem seit Jahren vom Bürgerkrieg gebeutelten Land herrschen zum Teil katastrophale Zustände und schlimme Hungersnot. Aber auch im Niger, der Zenralafrikanischen Republik oder in Afghanistan sind Mädchen stark benachteiligt. Insgesamt befinden sich neun der zehn Länder, in denen die Situation für Mädchen besonders dramatisch ist, auf dem afrikanischen Kontinent.
Als Hauptgrund für die schlechte Bildungssituation wird immer weder die hohe Armutsrate dieser Länder genannt. Es müssen jedoch auch andere Faktoren mit einbezogen werden. In vielen Fällen werden laut ONE miserable staatliche Rahmenbedingungen geschaffen, da kaum oder gar kein Geld in Bildung investiert wird. In Äthiopien wiederum werden Frauen traditionell immer noch sehr früh, bevor sie überhaupt volljährig sind, verheiratet und können deshalb keine Ausbildung machen.
10 Länder, in denen es für Mädchen am schwersten ist, in die Schule zu gehen:
1. Südsudan
2. Zentralafrikanische Republik
3. Niger
4. Afghanistan
5. Tschad
6. Mali
7. Guinea
8. Burkina Faso
9. Liberia
10. Äthiopien
Die komplette Studie könnt ihr hier nachlesen.
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