Frauen werden vom Hirn für Güte belohnt, Männer hingegen für Egoismus

Illustration: Anna Sudit, Mallory Heyer
Die Floskel Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus sagt man oft in Situationen, in denen die Geschlechter sich komplett gegensätzlich verhalten. Bekommt eine Frau beispielsweise Besuch, wird dem Gast selbstverständlich ein Getränk, ein Keks und ein gemütlicher Platz zum Sitzen angeboten. Ist der Gastgeber männlich, sieht das Ganze meist schon etwas trister aus. In den meisten Fällen muss man nach einer kühlen Erfrischung erst fragen… Doch wieso sind die beiden Geschlechter so unterschiedlich gestrickt? Die Antwort liegt, wie so oft, im Gehirn.
Gender ist ein beliebtes Thema bei Verhaltensforschern und so ist bereits belegt, dass Frauen beispielsweise Geldbeträge großzügiger teilen als ihre männlichen Mitmenschen. Nun haben Forscher der Universität in Zürich herausgefunden, dass die Gehirne von Frauen soziales, großzügiges Verhalten belohnen, derselbe Bereich, Stratium genannt, bei Männern hingegen bei egoistischen Handlungen aktiviert wird. Angeboren sei dies nicht. Vielmehr sei der Grund dafür Unterschiede in der Erziehung. Leiter der Studie, Alexander Soutschek wünscht sich, dass die Ergebnisse in künftigen, genderbezogenen Untersuchungen berücksichtigt werden.
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„Empirische Studien zeigen, dass Mädchen für prosoziales Verhalten gelobt werden, sodass das Belohnungssystem im Hirn sich an eine Ausschüttung von Hormonen für selbstlose, helfende Handlungen gewöhnt. Diese Erkenntnis ist den unterschiedlichen kulturellen Erwartungen, die Männern und Frauen von der Gesellschaft auferlegt werden, geschuldet.“

Wir wussten es eigentlich bereits: Wir Frauen sind einfach die besseren Wesen. Hier findest du mehr Beispiele zu starken Frauen: