So reinigst du dein Piercing, damit es richtig heilt

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Schnell zum Piercer, ein neues Körperkunststück stechen lassen und dann gleich weiter zur Party? So einfach ist das leidert nicht. Denn ein Piercing muss, besonders in den ersten Wochen, sorgfältig gesäubert werden. Immerhin handelt es sich dabei um eine offene Wunde. Heißt: Infektionsgefahr! Im schlimmsten Fall kann sich die Stelle so schlimm entzünden, dass der Schmuck wieder herausgenommen werden und die Stelle zuwachsen muss. Das kann unter Umständen zu unschönen Narben führen.
Aber keine Sorge, die Experten im Studio geben dir eine detaillierte Anleitung und alle nötigen Utensilien mit. Solltest du jedoch unsicher sein, ob deine Wunde korrekt abheilt, dann vereinbare vorsichtshalber einen Termin zur Kontrolle.
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Wir haben alle wichtigen Infos zur korrekten Pflege deines Piercings zusammengeschrieben:
Für die ersten Wochen bekommst du einen langen Stab eingesetzt, da die gepiercte Stelle noch geschwollen ist. Schön ist der meistens nicht, aber du solltest die empfohlene Tragedauer unbedingt einhalten, sonst kann das Loch wieder zuwachsen.
Sei vorsichtig und achtsam! Besonders bei Bodypiercings, aber auch bei Schmuck im Gesicht kann sich schnell Kleidung an der verwundeten Stelle verfangen. Zudem sind Alkohol, Sauna, See- und Meerwasser, Solarium und Kosmetik an jeweiliger Stelle für die ersten Wochen tabu! Frage dazu am besten im Studio nach.
Finger weg! Auch wenn die Versuchung, daran herumzuspielen groß ist, solltest du von Berührungen absehen. Vor allem mit ungewaschenen Händen. Auch das Drehen des Stabs ist ein No-Go. Nach der Reinigung kannst du es leicht hin und her bewegen.
Während der ersten drei Wochen nach dem Stechen solltest du dein neues Baby drei Mal täglich reinigen und so geht’s:
Bei den meisten Piercings reicht ein antiseptisches Mittel und ein Wattestäbchen zur Säuberung. Achte darauf, dass du die Stäbchen an einem sterilen Ort aufbewahrst.
Bevor du dein neues Schmuckstück berührst, ist der Gang zum Waschbecken Pflicht! Entnehme dann mit sauberen Händen ein Wattestäbchen und tunke es mit der unberührten Seite in das Antiseptikum (z.B. Octenisept aus der Apotheke). Drücke den Stab soweit wie möglich heraus und fahre mit der getränkten Watte drüber. Sollte sich eine Kruste gebildet haben, kannst du diese vorsichtig einweichen und entfernen. Das ist ganz normal, denn es tritt noch Flüssigkeit aus. Bewege das Piercing leicht hin und her. So gewährleistest du, dass die gesamte Wunde desinfiziert wird.
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Bei Intimpiercings werden zusätzlich Kamillen-Sitzbäder empfohlen. Du hast dich für ein Piercing im Mundraum entschieden? Dann kannst du dich auf Mundspülungen mit Kamillentee freuen, sollest jedoch von scharfen und säurehaltigen Speisen und dem Verzehr von Milchprodukten absehen.
Wenn du alle Pflegetips beachtest, sollte nichts mehr schiefgehen. Viel Spaß mit deinem neuen Körperschmuck!
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