Alkoholallergie – Wenn der Kater zur Krankheit wird

Illustration: Gabriela Alford.
Welcher Katertyp bist du? Spürst du leichte Kopfschmerzen oder gehörst du zu denen, die sich am nächsten Morgen gleich nach dem Aufwachen gekrümmt über der Kloschüssel wiederfinden? Oder fühlst du dich bereits unwohl, wenn du noch in der Bar bist, weil dein Magen nach dem ersten Drink zu rumoren beginnt und deine Haut rot wird und juckt? Wenn dir letztere Variante bekannt vorkommt, könntest du an einer Alkoholintoleranz leiden. Natürlich verhält es sich mit Alkohol bei jedem Menschen unterschiedlich. Solche mit Intoleranz erleben die Symptome allerdings weitaus stärker – so sehr, dass sie den Ablauf eines Abends stark beeinträchtigen, ganz unabhängig davon, was und wie viel getrunken wird.
Alkoholintoleranz ist zwar keine Allergie im klassischen Sinne, sondern fällt eher ins Spektrum der Unverträglichkeiten, sprich: Jemand, der eine Alkoholintoleranz hat, fühlt sich nach dem Konsum von Alkohol einfach nicht mehr gut. Meist basiert diese Toleranz auf einem Gendefekt, der es dem Körper schwer bis unmöglich macht, Alkohol zu zersetzen.
Wie viele Menschen wirklich an einer solchen Intoleranz leiden, ist schwer, ermitteln, da die Symptome sich häufig mit denen eines Katers überschneiden. 2007 wurde eine Studie mit 6.000 Probanden durchgeführt, von denen rund 14 Prozent einen unmittelbaren Effekt auf das Wohlbefinden durch Alkohol bemerkten, der beispielsweise die Atemwege oder das Hautbild beeinträchtigte. Eine Therapie gibt es nicht – wer Alkohol nicht verträgt, kann nur aufhören, ihn zu trinken. Wer auf bestimmte Inhaltsstoffe eines alkoholischen Getränks allergisch reagiert, dem ist meist mit einer Anti-Histamin-Tablette geholfen.
Wer eins oder mehrere der folgenden Symptome kennt und sich unsicher darüber ist, was das bedeutet, sollte sich bei Gelegenheit ärztlichen Rat einholen.