Diesen überraschenden Auslöser für Depressionen gibt es & er kann alles verändern

Foto: Alexandra Gavillet
Depressionen kann man nicht sehen, weil sie in der Psyche stattfinden. Das ist zumindest der Konsens. Wie die Krankheit entsteht? Die meisten würden auf diese Frage wohl antworten , dass sie angeboren sei oder durch traumatische Erlebnisse in der Kindheit hervorgerufen wurde. Doch Wissenschaftler der Universität Manchester haben nun herausgefunden, dass Entzündungen im Gehirn oder anderswo im Körper Auslöser von Depressionen sein könnten. Durch die Entzündung würden sogenannte Microglialzellen im Hirn aktivieren, die dann wiederum das Nervensystem derart stören, dass sich eine Depression entwickelt. Als Behandlungsmethode raten die Forscher nun die ursächliche Entzündung mit Antibiotika zu behandeln, statt nur die symptomatische Depression mit Antidepressiva zu bekämpfen. Und auch deutsche Mediziner, die auf diesem Gebiet bereits seit mehreren Jahren forschen, sind der Meinung, mit dieser These vor einem echten Durchbruch zu stehen. Dr. Julian Hellmann-Regen des Berliner Universitätsklinikums gibt den allein in Deutschland etwa 5,2 Millionen Betroffenen Hoffnung: „Wir glauben, dass ein Teil der depressiven Patienten quasi unter einer chronischen Entzündung im Gehirn leidet." Er ist der Meinung, dass eine korrekte Behandlung dieser zum ganzheitlich und permanenten Abheilen der Depression führen kann. Ganz so unsichtbar scheint die Krankheit also doch nicht zu sein.
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