Bad-Hair-Day? Dann kennst du das „Struwwelpeter-Syndrom“ noch nicht

Foto: Nicole Maroon
Ja, Du hast richtig gelesen: es gibt das Syndrom der unkämmbaren Haare. Es handelt sich um einen Gendeffekt, der für eine veränderte, nicht zu kämmende Haarstruktur sorgt. Bevor du jetzt sofort zum Arzt rennst und dich checken lässt, haben wir eine Entwarnung: es gibt weltweit nur ungefähr 100 bekannte Fälle.
Meist sind Kinder von dem Syndrom betroffen, wie z.B. die 5-jährige Lyla Grace Barlow aus England. Ihre Haare sind nicht zu bändigen und beim Versuch sie zu bürsten, hat sie starke Schmerzen. Für die Haarproteine sind drei Gene wichtig, funktioniert eins nicht, verändert das die Struktur. Durch eine genetische Mutation sind die Haarfollikel dreieckig bis nierenförmig statt rund. Typisch für das Syndrom sind sehr helle Haare, die in alle Richtungen wachsen.
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Lyla ist in prominenter Gesellschaft. Angeblich soll auch der berühmte Wissenschaftler Albert Einstein am Struwwelpeter-Syndrom gelitten haben.
Außer dem Dauer-Bad-Hair-Day haben Erkrankte jedoch keinerlei gesundheitliche Einschränkungen. Und je älter Betroffene werden, desto mehr nimmt die Ausprägung ab. Erwachsene können sich meist auch die Haare wieder normal frisieren. Um die Erkrankung ihrer Tochter bekannter zu machen, haben die Eltern von Layla eine Facebook-Seite gegründet, in der sie regelmäßige Updates und Fotos posten.
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