8 Dinge über die Schwangerschaft, die nur Geburtsbegleiterinnen wissen

Illustration: Tristan Offit.
Geburtsbegleiterinnen klingen ein bisschen wie märchenhafte Schwangerschafts-Feen, die dazu da sind, um der schwangeren Person mit ihren Heilkräften Wehen und Geburt zu erleichtern. Manche Menschen sagen, Geburtsbegleiterinnen sind „wie Reiseführerinnen in einem fremden Land”, aber das ist eigentlich nur ein Teil der Geschichte.
Geburtsbegleiterinnen bieten nicht-medizinische Unterstützung bei Wehen und Geburt, können aber auch vor und nach der Entbindung helfen, sagt Grace Nowakoski, ausgebildete Geburtsbegleiterin und Inhaberin von HELD Geburtsbegleiterin Services. Es ist zwar aus medizinischer Sicht nicht notwendig, dass eine Geburtsbegleiterin bei der Geburt anwesend ist—und ob du eine Geburtsbegleiterin möchtest, liegt ganz bei dir—aber ihr Erfahrungsschatz kann dir ein Gefühl der Sicherheit geben, das du im Krankenhaus oder im Kreis deiner Familie und Freunde sonst nicht unbedingt finden würdest.
„Geburtsbegleiterinnen haben die Gabe, sich auf Emotionen und auf den Weg zur Mutterschaft im Großen und Ganzen konzentrieren zu können”, so Mariel Lugosch-Ecker, die als Geburtsbegleiterin bei Open Hands Geburtsbegleiterin Care arbeitet. „Wir bekommen die Gelegenheit, viel über die Dynamiken von Schwangerschaft, Geburt und die Zeit nach der Geburt zu lernen sowie über die emotionale Reise, die Schwangerschaft und Geburt darstellen.”
Deine Ärzt*innen verbringen vor der Geburt meist nur wenig Zeit mit dir und auch mit den aufmerksamsten und sensibelsten Ärzt*innen wirst du vermutlich keine so starke Verbindung haben, wie mit deiner Geburtsbegleiterin. Geburtsbegleiterinnen helfen dir dabei, einen Geburtsplan aufzustellen, der sich für dich richtig anfühlt und überlassen es dir, eure Gespräche zu steuern. „Wenn du dich vor der Geburt mit deiner Geburtsbegleiterin triffst ist es ganz deine Entscheidung, worüber du sprechen möchtest”, sagt Nowakoski. Du kannst mit deiner Geburtsbegleiterin über das schräge Geburtserlebnis sprechen, von dem dir jemand erzählt hat oder über etwas, was dir in der Arbeit gerade Stress bereitet. Natürlich kannst du auch in Kursen, Büchern oder im Internet viel über Geburten lernen, aber für viele ist es schön, mit jemandem sprechen zu können, der vor Ort sein wird, wenn es losgeht.
Deine Geburtsbegleiterin wird dich vermutlich richtig gut kennenlernen und genau darum geht es. „Es gibt einen Grundstock an Vertrauen und Vertrautheit, was wirklich hilfreich ist, wenn man in den Wehen liegt. Es ist so anders, als alles, was wir in unserem Leben sonst so tun, sowohl physisch als auch emotional”, sagt Nowakoski. Deine Geburtsbegleiterin wird deinem Baby zwar nicht ganz alleine auf die Welt helfen, aber sie weiß eine ganze Menge über Geburten. Hier findet ihr ein paar Erkenntnisse, die nur eine Geburtsbegleiterin mit Euch teilen kann.

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