„Wie zur Hölle fange ich an zu sparen?“: Die Geldsorgen der Millennials

Illustrated by Tristan Offit.
Millennials können vieles: Neben dem Studium wird gearbeitet, die fünfte Sprache erlernt, sich politisch engagiert, viermal die Woche Yoga gemacht. Kaffee wird mit Grüntee ersetzt, Kellog's Frosties mit bio Matcha-Chia-Açai-Bowls aus fairem Handel. Läuft doch eigentlich? Wenn es da nicht noch diese zwei gar nicht so unwesentlichen Punkte gebe, in denen es bei den meisten hapert: Work-Life-Balance und Geld – und die beiden sind zeitweise sogar miteinander verbunden.
Geld assoziiere ich mit Stress und das schon seit ich mein erstes Taschengeld erhielt: jeden Sonntag 5 DM. Ich erinnere mich noch genau daran, wie enttäuscht ich war, als ich mein kleines Vermögen für Schmuck in einem Tante-Emma-Laden ausgab, nur um herauszufinden, dass es ein Haufen Plastik war, der sofort kaputtging. Genauso weiß ich aber bis heute, welchen Druck ich verspürte, mir etwas kaufen zu müssen. Das war FOMO (Fear of missing out) von damals: die Angst einer Zehnjährigen etwas zu verpassen.
Seitdem ist mein Einkommen gestiegen, und mit ihm der damit verbundene Stress: Werde ich genug Rente haben? Sollte ich investieren? Wenn ja, in was? Werde ich mir jemals eine Eigentumswohnung oder ein Haus leisten können? Natürlich bin ich mit damit nicht alleine. Finanzängste hat so ziemlich jeder, und immer wieder belegen neue Studien, dass die Generation-Y unter anderem mehr arbeiten und sehr viel länger in Mietverhältnissen leben wird als ihre Eltern. Trotzdem ist Geld noch immer ein Tabuthema – eines, über das wir endlich offener sprechen müssen. Denn ein Diskurs auf Augenhöhe kann in vielen Bereichen des Lebens weiterhelfen, vom alltäglichen Umgang mit Geld über Investitionsmöglichkeiten bis hin zur angsteinflößenden ersten Gehaltsverhandlung.
Wir haben Frauen bei Refinery29 gefragt, ob sie heimliche Ängste oder Gedanken zum Thema haben. In den folgenden Slides seht ihr 10 anonyme Antworten, die aufschlussreich sind und uns vielleicht ein Stückchen mehr dazu bewegen können, über unsere Hassliebe zum Geld zu sprechen.