Schädlich oder nicht? Das passiert beim Fingerknacken wirklich

Die Fingerknöchel zu knacken, kann ungefähr so befriedigend sein, wie Luftpolsterfolie platzen zu lassen, aber ist es eigentlich schädlich für die Gelenke? Und woher kommt genau dieses Geräusch? Dieses Video von Vox hat alle Antworten.
Darin wird erklärt, dass eine schmiermittelartige Substanz zwischen deinen Gelenken Gas ausstößt, wenn du beispielsweise deine Knöchel dehnst. Dieses Gas bildet Bläschen, die platzen, wodurch das Knackgeräusch entsteht, das so viele Menschen verabscheuen.
Im Bezug auf die uralte Debatte bezüglich der Gefahren vom Fingerknacken, zitiert Vox zwei Studien. Die erste brachte dem Forscher Donald Unger den Ig-Nobelpreis (quasi den Anti-Nobelpreis) für Medizin im Jahr 2009. Nachdem er 60 Jahre lang die Knöchel seiner linken Hand knacken ließ, nicht aber die seiner rechten, schlussfolgerte er (soweit man das als einziger Teilnehmer der eigenen Studie kann), dass Fingerknacken keine Gelenkentzündungen verursacht.
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Auf der anderen Seite zeigt Vox eine Studie aus dem Jahr 1990, die herausfand, dass schnipsen und das Knacken der Gelenke zu einer Verschlechterung der Greifstärke und einem Anstieg in Handquellungen führen können.
Ein jüngerer Artikel, der in der PLOS (Public Library of Science, auf Deutsch „Öffentliche Bibliothek der Wissenschaften“) erschien, beinhaltet dieses faszinierende Video von einem Fingerknöchel, der in einem MRT-Gerät knackt.
Also, Fingerknacker der Welt, ihr zieht daraus vielleicht den Schluss, dass eure Angewohnheit tatsächlich nicht so gefährlich ist. Aber in einer Sache sind wir uns mit Vox einig: Es ist nach wie vor so nervig wie immer.
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