Ich habe mir die Nase richten lassen – und das ohne OP

Foto: Westside Aesthetics.
Jazmin ist Mitte zwanzig und arbeitet als Stylistin in Los Angeles. Sie hat sich bei Dr. Alexander Rivkin, Schönheitschirurg bei Westside Aesthetics, einer nicht-operative Nasenkorrektur unterzogen. Alix Tunell hat ihre Geschichte für Refinery29 protokolliert und zugunsten von Kürze und Verständlichkeit überarbeitet.
Meine Nase ist typisch für meine Familie: Wir alle haben einen Höcker, der mich persönlich immer gestört hat. Aber ich habe fürchterliche Angst vor Narkose und richtigen OPs, und hatte mich deswegen schon damit abgefunden, mich mit meiner Nase arrangieren zu müssen. Ich wusste nicht einmal, dass es so etwas wie einen temporäre Nose-Job gibt. Darüber gestolpert bin ich erst, als ich letztes Jahr nach einem*r Arzt*Ärztin suchte um meine Lippen aufspritzen zu lassen.
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Ich habe richtig viel Angst vor medizinische Behandlungen aller Art, aber Dr. Rivkins Personal war so entspannt, dass ich mich in der Praxis richtig wohl fühlte. Im Wartezimmer sah ich die Vorher-Nachher Bilder seiner nicht-operativen Nasenkorrekturen und dachte mir Heilige Scheiße, was ist das denn?
Dr. Rivkin sagte, ich sei die perfekte Kandidatin, weil meine Nase nur ein bisschen Füller bräuchte, um gerader und symmetrischer auszusehen. Ich befürchtete, dass es weh tun würde und ich eine Zeit außer Gefecht gesetzt wäre—ich arbeite in der Modebranche und es war gerade Award Saison—aber er sagte, es wäre schnell und einfach und ich könnte schon am nächsten Tag wieder arbeiten. Im allerletzten Moment entschloss ich mich also, ihn an meine Nase zu lassen. Ich entschied mich für Voluma Füller, die etwa ein oder zwei Jahre halten, nicht für die permanente Option, Bellafill. [Anm. d. Red.: Dr. Rivkins nicht-operative Nose-Jobs kosten in den U.S.A. etwa $2.000 Dollar. Die durchschnittlichen Kosten einer herkömmlichen Nasenkorrektur lagen 2016 bei $5.046, bei erfahrenen Chirurgen in großen Städten können es aber schon einmal $16.000 werden.]
Er trug eine betäubende Crème auf und 20 Minuten später spürte ich nichts außer eines winzig kleinen Stichs, als er die Nadel in meine Nase steckte. Am ehesten ist es mit dem Gefühl beim Augenbrauen zupfen zu vergleichen—nicht unbedingt angenehm, aber auch nicht wirklich schmerzhaft. Alles in allem waren es nur ein paar Stiche—oben am Nasenansatz, unten an der Nase um sie etwas anzuheben, dann formte er den Füller mit seinen Händen. Das Ergebnis war wirklich sofort zu sehen. Bei einer OP muss man Monate warten, das Gesicht ist erstmal geschwollen und blau. Meine Nase war in genau fünf Minuten korrigiert. Ich war total begeistert. Es war magisch. Dr. Rivkin sagte, ich solle für eine oder zwei Wochen keine schweren Sonnenbrillen tragen und in zwei Wochen noch einmal vorbeikommen, um zu sehen, ob ich mit dem Resultat zufrieden war.
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Es gab quasi keinen Heilungsprozess—und bei mir war es sogar ein bisschen schlimmer, weil ich eine seltene Krankheit habe, Urtikaria, die von Kälte ausgelöst wird. Das bedeutet, dass ich gegen Kälte allergisch bin und meine Haut nicht mit Eis kühlen konnte. Meine Nase war deswegen ein bisschen geschwollen und ich hatte leichte Blutergüsse, aber nichts was irgendjemandem tatsächlich aufgefallen wäre oder ich nicht mit ein bisschen Foundation und Concealer verdecken konnte.
Ich hatte keine Hemmungen, Leuten davon zu erzählen. Meine Eltern fanden es super, sie sagten es sähe richtig gut aus. Ich glaube, ich postete sogar Fotos davon auf Instagram. Ich arbeite in der Modebranche in LA, also geht es oft um Äußerlichkeiten und erste Eindrücke—aber ich war nie die Sorte Mensch, die behaupten würde, sie hätte nichts machen lassen. Wenn es ein ungefährlicher Eingriff ist und gut für das Selbstbewusstsein, bin ich voll dafür.
Früher hatte ich es gehasst, mich im Profil zu sehen und stellte mich quer, wenn ich von der Seite fotografiert werden sollte. Und es gibt richtig viele Fotos von mir, weil ich oft mit jungen Hollywoodstars arbeite und zu Veranstaltungen gehe und in den Sozialen Medien aktiv bin. Jetzt fühle ich mich dabei viel besser. Ich habe außerdem eine YouTube Show und wollte mich dabei nie im Profil zeigen. Jetzt kann ich mich endlich voll auf das Projekt konzentrieren, ohne immer darüber nachzudenken, wie ich meinen Kopf halten sollte.
Trotz allem sollte man sich aber darüber bewusst sein, dass eine nicht-operative Nasenkorrektur meistens keine drastische Veränderung ist. Du solltest realistisch sein und dir klar machen, dass die Verbesserung subtil ist. Niemand kam auf mich zu und meinte „Oh wow, du hast dir die Nase machen lassen.“ Leute sagten mir zwar, ich sähe gut aus, aber sie wussten nicht, dass ich etwas hatte machen lassen.
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Ich habe die Füller jetzt etwa ein Jahr und meine Nase sieht immer noch gut aus. In ein paar Monaten werde ich vermutlich ein bisschen nachbessern lassen und diesmal die dauerhafte Variante wählen, weil es so gut aussieht und ich Dr. Rivkin vertraue, dass es natürlich aussehen wird und er meine Proportionen in Betracht zieht.
Ich habe viele Freunde, die sich ihre Nasen richten lassen haben und ich glaube, dass bei manchen die nicht-operative Variante ausgereicht hätte. Es ist so eine gute Option, über die nicht viele Bescheid wissen. Wenn du keine Lust auf OPs und die potentiell damit verbundenen Komplikationen und Risiken hast, oder wie ich Angst vor der Narkose, dann ist das eine gute Alternative.
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