Die Sommersprossen auf der Brust einer Frau stellten sich als seltene Art von Krebs heraus

Als Rebecca Hockaday am Ende des Sommers einen Fleck auf ihrer Brust entdeckte, dachte sie das, was wahrscheinlich viele von uns denken, wie sie dem Today Magazin erzählte: „Ich dachte, okay, eine Sommersprosse auf meiner Brust. Ich war wohl ein wenig zu viel in der Sonne, keine große Sache.”
Aber als die 40-jährige zweifache Mutter mehr und mehr Sommersprossen auf ihrer Brust entdeckte, ging sie zum Arzt. Dort wurde im Rahmen einer Biopsie festgestellt, dass sie entzündlichen Brustkrebs hat.
„Ich habe wirklich gedacht, dass es nur Flecken von der Sonne sind. Ich dachte, dass sie auch dauerhaft bleiben würden und einfach ein Zeichen der Hautalterung seien,” erzählte sie dem Today Magazin. „Nicht in einer Million Jahre hätte ich gedacht, dass das Brustkrebs sei.”
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Entzündlicher Brustkrebs ist eine seltene Art des Krebs – dem National Cancer Institut der USA zufolge stellen sich nur 1-5 % aller Krebsdiagnosen als entzündlicher Brustkrebs heraus. Jedoch können die Anzeichen hierfür ziemlich anders ausfallen als jene, die man von Krebs kennt. Warnsignale von entzündlichem Brustkrebs sind oftmals ein Anschwellen oder eine Rötung der Brust und manchmal, wie in Hockadays Fall, auch Sprossen und Verfärbungen.
„In der Hälfte der Fälle sind keine Klumpen oder ähnliches zu sehen,” sagt Jean Wright, MD des the Johns Hopkins Breast Cancer Program gegenüber dem Today Magazin. „Die Anzeichen sind lediglich kleine Veränderungen der Haut, deshalb können sie leicht als Infektion oder Hautproblemchen abgestempelt werden.”
Hockaday erzählte Fox 5 Atlanta gegenüber, dass sie länger gebraucht hat, um zum Arzt zu gehen – nur, weil sie die Anzeichen nicht erkannt. Das gab dem Krebs die Zeit, sich weiter zu verteilen. „Der Krebs war dann schon in meinem System und den Lymphen, was sehr aggressiv war,” sagte sie Fox.
Today Magazin berichtet, dass Hockaday 16 Wochen Chemotherapie, eine Operation, in der ihr beide Brüste abgenommen wurden und eine weiter Bestrahlungstherapie, die ihre restliche Haut sehr geschädigt hat und sogar für gebrochene Rippen verantwortlich war, über sich ergehen lassen musste.
Zehn Monate später wurde ihr attestiert, dass sie den Krebs besiegt hat. Jetzt erzählt sie der Welt ihre Geschichte, mit der Hoffnung, andere für die leicht zu übersehenden Symptome dieser Krankheit zu sensibilisieren.
„Man sollte nur nicht denken, dass etwas, das harmlos aussieht, nicht etwas Böses sein kann. Ich hatte keine Schmerzen, keine Symptome,” sagte sie gegenüber dem Today Magazin. „Wenn ich verhindern kann, dass jemand anderes auf dieser Welt das durchmachen muss, was ich durchmachen musste, wäre ich überglücklich. Ich hoffe, dass ich selbst und alle anderen, die das ebenfalls durchgemacht haben, das Bewusstsein schaffen können, dass diese Art des Krebs existiert.”
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