8 Sätze, die Trauernde nicht hören wollen & was du stattdessen sagen kannst

Foto: Alexandra Gavillet.
Wenn jemand, der dir nahe steht, einen Verlust erleidet, möchtest du wahrscheinlich prinzipiell Gutes tun, für die Person da sein und die richtigen Worte finden. Leider sind genau die Momente, in denen wir besonders fürsorglich sein wollen, oftmals auch genau diejenigen, die eine Gratwanderung darstellen und äußerste Sorgfalt bei der Wortwahl fordern.
„Die Wahrheit ist doch, dass die meisten Menschen es gut meinen“, so Dr. Robin Goodman im Gespräch mit Refinery29. Sie leitet die US-amerikanische Organistation „A Caring Hand“, die sich für Hinterbliebene, vor allem Kinder, einsetzt. „Die Leute wollen das Richtige sagen, treten jedoch allzu oft ungewollt in Fettnäpfchen, weil das Thema noch immer nicht genug diskutiert wird. Je mehr und offener wir also darüber sprechen, desto besser finden wir uns alle zurecht.“
Auch Dr. William Hoy, Mediziner und Professor an der Baylor Universität, sieht das ähnlich. „Menschen sagen verletzende Dinge meist nicht willentlich, erst recht nicht aus einer bewussten Boshaftigkeit heraus“, erklärt er. „Stattdessen denken viele, sie tun ihr Bestes. Denn wer sich keine Sorgen macht, sagt in der Regel gar nichts.“
Im Gespräch mit einer trauernden Person sollte die Aufmerksamkeit vor allem ihr gelten, auch hier sind sich Dr. Goodman und Dr. Hoy einig. „Da die Situation per se schon schwierig ist, finden die wenigsten die richtigen Worte – und dann steckt man plötzlich fest und weiß nicht weiter und sagt etwas, das falsch ankommt“, so Dr. Goodman.
Der Fokus sollte also darauf liegen, der trauernden Person ruhig zuzuhören und ihr Verständnis und Aufmerksamkeit entgegenzubringen. In den folgenden acht Slides findet ihr Sätze und Fragen, die ihr umgehen solltet. Und keine Angst: Zu jedem Beispiel gibt es auch einen Vorschlag für etwas, was ihr stattdessen sagen könntet.
Was dich noch interessieren könnte: