Karma Business: So habe ich meine Existenz gerettet

FOTO: Sylke Gall
Hätte ich im Jahr 2001, also zu Beginn meiner Selbständigkeit, etwas über Karma Business gewusst, wäre mir manches erspart geblieben. Mein Alltag als PR-Managerin für die Musikbranche bestand zum Teil aus mir unangenehmer Auftragsakquise und teils aus bizarren Honorarverhandlungen, die mich nicht selten an einen Flohmarkt erinnerten. Manchmal hätte ich gern gefragt, ob mein potentieller Auftraggeber die von mir angebotene Dienstleistung nicht vielleicht gleich ganz kostenlos bekommen möchte, und es hätte mich überhaupt nicht gewundert, wenn ich als strahlende Gegenfrage bekommen hätte, ob das denn wohl ginge. Einmal gab es einen groß angelegten Interviewtag, doch Weltstar Hastenichtgesehen wollte ihr Hotelzimmer nicht verlassen. Keine Lust - verkatert. Und dann diese ermüdenden Erklärungsversuche gegenüber dem Auftraggeber, warum Redaktion XY aus der geplanten Doppelseite jetzt nur einen popeligen Seitenaufmacher gemacht hat, was mir persönlich in zunehmendem Maße völlig schnuppe war. Nein wirklich, schön war das nicht.

Genau da lag der Hund begraben. Ich war damit beschäftigt, Dinge zu tun, die mich nicht (mehr) begeisterten und etwas anzupreisen, das mich nicht (mehr) vom Hocker riss. Ich geizte mit Herzblut, wurde richtig gut darin, mich über Nichtigkeiten zu Echauffieren und ertappte mich, wie ich „Wow - großartig!“ sagte, als ich in Wirklichkeit „Pffff - öde“ dachte.

Meine Auftragslage war zwar gut, doch die Bezahlung wurde mieser. Dabei gehörte ich schon zu denen mit den „gepfefferten Preisen“. Zudem ergaben sich auf privater Ebene Situationen, die massiv an mein finanzielles Polster gingen. Dann dieser eine Abend: mit klopfendem Herzen und Kloß im Hals saß ich sehr flach atmend vor meinem Rechner und googelte 2 Worte: „Insolvenz anmelden“. Ich war für meinen Geschmack einfach zu tief ins Minus gerutscht. Allerdings ließ ich mich bei dieser bedrückenden Online-Recherche ablenken und stieß auf einen Link, bei dem es um „karmische Erfolgsprinzipien“ ging.

Statt Pauken und Trompeten samt rotem Teppich dürstete es mich schon lange nach alltagstauglicher Spiritualität, Stille und Tiefgang. Aber bitte ohne dabei auf Erfolg und Cash-Flow verzichten zu müssen! War das möglich? Ich wollte nun erfahren, was es bedeutet, die 5 karmischen Erfolgsprinzipien „Freude“, „Klarheit“, „Mitgefühl“, „Freigiebigkeit“ und „Leerheit“ in den Job zu integrieren und traf die erste große Entscheidung: Keine PR-Arbeit mehr. Den nächsten Auftrag, der mir angeboten wurde, lehnte ich ab und empfahl eine Kollegin, die ich zuvor als Konkurrentin gesehen hatte. Für einen Moment zweifelte ich an meinem Verstand. Doch noch in der selben Woche bekam ich 3 hoch dotierte Anfragen für Interviewtrainings (ein Coaching-Service, den ich immer nur nebenbei angeboten hatte). Ich nahm mir vor, alles, was ich tat, mit Freude und Dankbarkeit zu tun. Konnte ich beides nicht empfinden oder hervorrufen, bliebt ich so lange untätig, bis mir wieder ein Grund zur Freude einfiel. Das ging glücklicherweise in der Regel recht fix. Ich hörte auf, Konkurrenz als solche zu betrachten, sondern begriff, dass für uns alle genügend Kundschaft da ist, wenn wir uns als gegenseitige Ergänzung und Bereicherung verstehen und nicht etwa als Ersatz für einander.

Ich sah plötzlich in jedem Lebewesen eine wirklich wertvolle und schützenswerte Kreatur und begann, mich für einen veganen Lebensstil zu begeistern. Und schlussendlich hielt ich es an einem Tag wie Sterntaler und steckte meinen letzten „Zwanni“ einem Obdachlosen zu, obschon noch mächtig viel Monat übrig war. Ergebnis: noch am selben Tag traf ich eine alte Bekannte, die mich zum Lunch einlud, kurzerhand einen Termin für ein Energiearbeit-Coaching bei mir buchte und mich seither in ihrem Netzwerk weiterempfiehlt. Ich habe aufgehört, Situationen und Personen zu beurteilen, sondern sie als „leer“ anzusehen, um dem positiven Potential in ihnen eine Chance zu geben.

Neues entwickelte sich. Türen öffneten sich. Nicht nur Türen, sondern auch mein Herz! DAS war es, was ich all die Jahre vermisst hatte: helfen, unterstützen, lehren - ohne mich cooler und geselliger geben zu müssen als ich es bin. Ich lernte Neues - nicht zuletzt über mich selbst. Ich entdeckte eine Gabe, die mir bis dahin peinlich und hinderlich erschien: "Hochsensitivität". Das „Sensibelchen“ in mir, die „Mimose“, die ich immer habe vor anderen verbergen wollen, durfte nun zum Vorschein kommen und mich bei meiner Arbeit unterstützen und beflügeln.

Mit Energiearbeit-Coaching und im Workshop KARMA BUSINESS sorge ich heute dafür, dass sich meine Klientinnen gestärkt, geklärt und ermutigt fühlen. Ich verhelfe ihnen zu selbstsicherer Ausstrahlung und räume ihnen energetisch den Weg frei für geschäftlichen Erfolg. DAS sind heute meine persönlichen Pauken & Trompeten. Ich könnte nicht dankbarer sein.
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