12 Fotos zeigen die Realität vom Leben & Sterben in einem Hospiz

Foto zur Verfügung gestellt von Daniel Schumann.
Fotograf Daniel Schumann kam das erste Mal in das Franziskus-Hospiz in der Nähe von Düsseldorf, um den Anforderungen seines Zivildienstes nachzugehen. „Bis vor ein paar Jahren“, erklärt er per E-Mail, „mussten wir in Deutschland entweder zur Bundeswehr oder Zivildienst ableisten.“ Was als gemeinnützige Arbeit begann, wurde zu einer neuen Sichtweise auf die menschliche Erfahrung, und später ein künstlerisches Streben: Schumann kehrte für ein einjähriges Fotoprojekt wieder in das Franziskus-Hospiz zurück, was sowohl seinen artistischen Trieb sowie seine persönliche Neugier zum Thema Tod befriedigte.
Er freundete sich mit verschiedenen Bewohnern des Hospizes an und bekam deren Erlaubnis, sie während ihres Aufenthaltes zu fotografieren, entweder für „persönliche oder gesellschaftliche“ Gründe, wie Schumann erklärt: Manche wollten gerne professionelle Fotografien haben, um sie ihren Lieben zu zeigen, während andere Schumanns Mission unterstützten, ein alternatives Bild vom Altern und Sterben zu zeichnen. „Sieben von neun Menschen, die im [Projekt] aufgezeigt wurden, sind während des Projektes verstorben, und sind auch noch nach ihrem Tod dargestellt“, erklärt er uns, und fügt hinzu, dass „es zum Tabu wurde, Tote zu fotografieren, [aber] tote Menschen sind immer noch Menschen.“
Die Fotos zeigen die Bewohner, wie sie vor und nach dem Tod waren. Der Effekt ist feierlich, aber friedlich. Und da das Thema Tod und Sterben im Herzen von Schumanns ganzem Projekt lag, wird ein Teil der Erfahrungen, die die Abgebildeten erlebten, dem Zuschauer für immer verborgen bleiben.
Schumann merkte schnell, dass dieser Aspekt seiner Fotos - die Fremdartigkeit des Todes - den Leuten unangenehm sein kann. Das hält ihn aber nicht davon ab, sie zu zeigen: „Ich dokumentiere eine Geschichte, die nach dem Ende meines Projektes weitergeschrieben wird,“ erklärt er. „Menschen kommen, Menschen gehen. Manche bleiben länger, andere kürzer. Der Weg [ist] nie gerade.“
Das Projekt, mit dem Titel Purpur, Braun, Grau, Weiß, und Schwarz - Leben im Tod, ist käuflich zu erwerben. Klicken Sie weiter, um Schumanns Fotografien zu sehen und mehr über seine Reflexionen über Leben und Sterben in der Hospizpflege zu lesen.

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