Nein, die NASA hat dein Sternzeichen nicht geändert

Photo: Courtesy of Nasa.
Du dachtest dein ganzes Leben lang, dass du Löwin wärst – und zack, schon kündigt die NASA in einem Blogpost die Veränderung der astrologischen Daten an und auf einmal bist du Jungfrau.

Soweit zumindest die Schlagzeilen der letzte Woche.

Ein Artikel, den die NASA im Januar veröffentlicht hat, erzählt die Geschichte der Babylonier. Sie haben vor 3.000 Jahren unter anderem die bis heute bekannten Sternzeichen bestimmt. Eigentlich definierten sie damals sogar ganze 13 – weil ihr Kalender aber nur 12 Monate hatte, entschloss man sich dazu, Ordnung zu schaffen, indem man sich auf das Wesentliche konzentrierte und einfach eins wegließ.

Aufgrund der Schwankungen der Erdachse haben sich diese Konstellationen jedoch verändert, so die NASA weiter. Das bedeutet, dass der Babylonische, astrologische Kalender doch nicht so genau ist, wie die Welt dachte.

Die Kernaussage ist ganz klar, dass Astrologie keine Wissenschaft ist. Das war allerdings nicht der Aufhänger der vielen Artikel um den NASA-Post. Stattdessen entstand große Aufregung um die Frage, ob sich das eigene Sternzeichnen jetzt auf einmal komplett verändert hat – oder sogar noch nie das war, wofür man es immer gehalten hat.

Jetzt hat sich die NASA selbst zum Thema zu Wort gemeldet. Die Botschaft ist eindeutig: Durchatmen. Alle haben immer noch dasselbe Sternzeichen.

„Wir haben keins der Tierkreiszeichen geändert, wir haben einfach nur gerechnet“, stellte NASA-Sprecher Dwayne Brown in einer E-Mail gegenüber Gizmodo klar. „Der Space Place-Artikel erklärt, dass Astrologie nicht Astronomie ist, sondern ein Erbstück aus der Vergangenheit und zeigt, welche wissenschaftlichen und mathematischen Theorien aus den Beobachtungen des Nachthimmels entstanden sind.“

Damit spricht er eine nicht ganz unwesentliche Information zum Fall an: Der betreffende Blogpost erschien auf The Space Place, einer Lehrwebsite der NASA für Kinder, auf dem Astronomie mit Cartoons einfach erklärt wird. Darin wird speziell darauf eingegangen, dass die etablierten Sternzeichen mangelnde, wissenschaftlichen Hintergründe aufweisen.

Allgemein ist die NASA nicht wirklich am nächsten Monatshoroskop oder einem rückläufigen Merkur und seinen Auswirkungen auf unser Leben interessiert. Um es mit den Worten von Brown bei Gizmodo zu sagen: „Die NASA beschäftigt sich mit Astronomie, nicht Astrologie.“

Übersetzt von Lia Haubner.
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