Darum ist es okay, die Periode zu verschieben

Foto: Sophia Giesecke
Nimmst du die Pille? Auf diese Frage antworten die meisten Frauen in ihren Zwanzigern mit einem eindeutigen „Ja“. Verständlich, denn die Pille erleichtert uns viele Dinge. Die Einnahme ist unkompliziert und bringt zudem ein paar sehr angenehme Nebeneffekte mit sich. Doch welchen Hormoncocktail Frauen täglich zu sich nehmen & welche Neben- und Nachwirkungen auftreten können, das wird häufig zu wenig oder gar nicht thematisiert. Wir finden, es fehlt eine angemessene Informationspolitik! Diese Kluft wollen wir schließen und läuten nach ausgiebiger Recherche und Gesprächen mit Expert*innen die Themenwoche „BitterSweet“ rund um die Antibabypille ein, um dich umfassend und differenziert zu informieren.
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Die Periode ist ein Übel, das Frauen (und manche Männer!) alle drei Wochen über sich ergehen lassen müssen. Willkommen ist sie dabei wohl nie, obwohl sie ein wesentlicher Bestandteil ist, um Kinder zu bekommen. Wenn aber der Urlaub, die Hochzeitsnacht oder ein wirklich heißes Date vor der Tür steht, dann ist jede Frau bedient, wenn sich die Periode ankündigt. Die Menstruation scheint oft einfach zum ungünstigsten Zeitpunkt zu kommen. Wer schlechtes Timing gerne vermeiden möchte, kann seine Periode jedoch verschieben – und zwar mit verschiedenen Mitteln.
Darüber, ob das Verschieben oder das das Aussetzen der Periode für den Körper schädlich ist, müssen sich Frauen* keine ernsthaften Sorgen machen. Ärzt*innen haben bereits mehrfach bestätigt, dass eine regelmäßige Monatsblutung durch das Kindergebären und die Stillzeit von Natur aus eigentlich gar nicht vorgesehen sei. Wenn man also nicht gerade schwanger werden will, ist sie offenbar nicht überlebenswichtig und auch nicht unbedingt notwendig. Hinzu kommt, dass sich während der Einnahme der Pille beispielsweise auch gar keine Gebärmutterschleimhaut aufbaut, die durch eine Blutung abgebaut werden müsste. Wer also aufgrund von Migräne oder starken Unterleibsschmerzen während der Periode manchmal oder sogar ganz auf die Menstruation verzichten will, kann das in der Regel problemlos tun. Auf die Fruchtbarkeit hat das laut Ärzt*innen übrigens keine Auswirkung. Trotzdem solltet ihr auf Nummer sicher gehen und vorher mit eurem Arzt oder eurer Ärztin sprechen, wenn ihr die Pille durch nehmen wollt.
Mit folgenden Präparaten könnt ihr die Regel verschieben:

Die Pille

Wer die Pille nimmt und auf keinen Fall seine Tage haben will, hat ein leichtes Spiel. Um die Periode zu verschieben, braucht man einfach nur die sogenannte Pillenpause wegzulassen. Anstatt also den Blister mit 21 Pillen zu Ende zu nehmen und dann wie gewohnt sieben Tage zu pausieren, um auf die Menstruation zu warten, einfach einen weiteren Blister bis zum Schluss nehmen. Die Periode verschiebt sich dann um ganze drei Wochen.
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Hormontabletten

Eine weitere Möglichkeit, die Periode zu verschieben, bieten Hormontabletten. Diese enthalten Gestagen und verzögern so den Abbau der Gebärmutterschleimhaut, welcher die Periode auslösen würde. Die Tabletten müssen drei Tage bevor die eigentliche Periode kommen sollte, eingenommen werden. So lässt sich die Regelblutung um etwa zwei Wochen verschieben. Länger sollten die Tabletten nicht genommen werden, da der Hormonhaushalt sonst zu sehr aus den Fugen gerät.

Natürliche Heilkräuter

Wem Hormone nicht koscher sind, der kann auf natürliche Hilfsmittel zurückgreifen. Kräuter wie Mönchspfeffer und Schafgarbe können einen Zyklus um ein paar Tage verlängern, wenn sie vorher regelmäßig als Tee oder Tabletten eingenommen wurden.
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