Tinder-Alternativen: Welche Apps lohnen sich fürs Daten?

Dank Dating-Apps wie Tinder wurde uns das Flirten noch nie so einfach gemacht! Auf schnellstem Wege lernen wir viele unterschiedliche Menschen kennen und im besten Fall auch lieben. Oder? Durch eine scheinbar unbegrenzte Auswahl an Flirtwilligen steht die mobile Dating-App nicht unbedingt für romantische Begegnungen, sondern gilt vielmehr als DAS Mekka der One-Night-Stands, Oberflächlichkeiten und Flirt-Enttäuschungen. Nach ewigem rechts und links wischen verliert man schnell den Blick auf das Wesentliche. Aber keine Panik! Wir stellen Euch sieben tolle Tinder-Alternativen vor. Auf die Plätze, fertig, FLIRT!

ONCE

Seit dem Start 2012 wurde Tinder zum weltweiten Marktführer im Casual Dating. Und Erfolg ruft immer Nachahmer auf den Plan – wie zum Beispiel Once. Die neue Dating-App gilt als eine der zuverlässigen Tinder Alternativen und setzt auf Tiefgang statt Fleischbeschau. Das hundertfache Bewertungswischen, gibt es bei Once nicht. Der Clou ist, dass die Dating-App nur EINEN Top-Match pro Tag vorschlägt – von professionellen Matchmakern ausgewählt. So sollen die Nutzer ihre Auserwählten wieder wertschätzen lernen und haben 24 Stunden Zeit, sich voll und ganz auf sie einzulassen. Wie das funktioniert? Ein Algorithmus trifft anhand von etwa 40 Kriterien – beispielsweise Alter, Standort und sexuelle Orientierung – eine Vorauswahl von 15 bis 20 potenziellen Partnern. Daraufhin entscheiden die Gesichtszüge, die Mimik und der Stil der User, wer in die engere Auswahl kommt. Was dann im Endeffekt zum finalen Top-Match führt ist das Bauchgefühl der Matchmaker. Die App kostet übrigens trotz dieses Services nichts! Es sind allerdings In-App-Käufe möglich, um beispielsweise den Single von gestern zurückzuholen oder einen zweiten Vorschlag am Tag einzufordern. Once ist quasi Dating auf dem Silbertablett serviert!

BUMBLE

Diese Dating-App gilt als eine der Tinder Alternativen für Feministinnen. Vom Grundaufbau sind beide Apps jedoch kaum zu unterscheiden: Bei Bumble melden sich die User ebenfalls via Facebook-Login an. Wichtigstes Feature ist das Profilbild, quasi die Visitenkarte, mit der sich die Nutzer selbst darstellen können. Doch der feministische Kern der Dating-App macht den großen Unterschied aus: Hier haben lediglich Frauen die freie Auswahl und können entscheiden, mit wem sie flirten wollen - oder eben nicht. Anders als bei Tinder hat das weibliche Geschlecht alle Zügel in der Hand, muss den ersten Schritt machen und innerhalb von 24 Stunden ihren Wunschpartner anschreiben. Tun sie dies nicht, ist der vorgeschlagene User wieder weg und kann zukünftig nicht mehr kontaktiert werden. Also Ladies, haut in die Tasten!

HAPPN

Für all diejenigen, die sich mit dem ersten Schritt schwertun, könnte diese App interessant sein. Happn hat einen romantischen Kern: Es geht darum, Menschen wiederzufinden, denen ihr im realen Leben begegnet seid. Egal ob auf der Straße, im Café, bei der Arbeit oder auf einer Party. Einziger Haken: Die betreffende Person muss natürlich auch bei der App angemeldet sein. Die Funktion ist eigentlich ganz simpel: Sobald euch ein Happn-Mitglied über den Weg läuft, erscheint das Profil auf eurer Timeline. Ihr bekommt sogar die Info, wie oft, wann und wo genau ihr euch begegnet seid! Falls die Person ganz nach eurem Geschmack war, könnt ihr dieses Profil – ohne dass der- oder diejenige es erfährt – liken, indem ihr auf ein Herz klickt. Erst bei gegenseitigem Interesse kann der Online-Flirt beginnen. Was bei Tinder der „Top Match“-Button ist, ist bei Happn der sogenannte „Charm“. Den kann jeder Nutzer versenden, wenn das Interesse ganz offen gezeigt werden soll. Für alle Flirt-Muffel oder diejenigen, die Angst vor einem Korb haben, ist Happn definitiv eine tolle Alternative.

BRISTLR

Das Tinder für Bärte. Kein Scherz: Mit Bristlr finden Bärtige und Bart-Freunde zusammen! In dieser Dating-App tummeln sich ausschließlich Männer, die einen Bart zum Streicheln haben, und Frauen, die gerne einen streicheln möchten. In der Nutzung zeigt sich Bristlr unkompliziert: Keine langen Fragebögen oder öde Profilbild-Selbsdarstellungen. Nicht einmal der aktuelle Beziehungsstatus ist bei der Dating-App relevant. Das Wesentliche ist, ob und was für eine Gesichtsbehaarung die männlichen Kandidaten tragen. Und dann kann es auch schon losgehen: Alle Bartträger oder Bartliebhaber in der Umgebung werden angezeigt und wenn es zu einem gegenseitigen Match kommt, kann der haarige Chat auch schon losgehen. Nutzen kann man den Bart-Sucher übrigens nicht nur als App, sondern auch im Internet-Browser. Ob oberflächlich oder effizient, das muss am Ende jeder für sich selbst herausfinden. Eine haarige Angelegenheit ist die Tinder-Alternative aber in jedem Fall.

CUDDLR

Die Dating-App Cuddlr geht da einen Schritt zurück und und konzentriert sich ganz platonisch auf’s Kuscheln. Cuddlr ist also quasi Tinder ohne Fummeln. Die App steht bereit, wenn man gerade einfach mal eine starke Schulter oder eine Umarmung braucht – und dafür niemand in der Nähe ist, den man bereits kennt. „Cuddlr basiert auf dem Glauben, dass wir nicht genügend Gelegenheiten haben für sichere, einvernehmliche, nicht fest definierte, kommunikative, lustige, alberne, ernste oder spontane physische Zuneigung ohne spezielle Erwartungen", heißt es auf der Webseite. Bei Cuddlr wird - anders als bei Tinder - nicht nach Attraktivität ausgewählt, sondern nach Kuschel-Kompatibilität. Filter für Alter und Geschlecht gibt es nicht. Die App verspricht: Alles ist möglich, solange es nicht zu intim wird. Wer also kurzzeitig einen Partner sucht, mit dem er gemeinsam und verträumt im Bett liegen will, der wird bei der kuschligen Tinder-Alternative sicherlich fündig.

CANDIDATE

Auch Candidate will sich explizit von Tinder abgrenzen. Der Prozess des Kennenlernens gestaltet sich in dieser Dating-App wie bei einem interaktiven Spiel. Jeder Nutzer kann ein Set mit bis zu fünf Fragen erstellen, die das Gegenüber beantworten muss. Am Ende entscheidet der Fragensteller, welche Antworten er am kreativsten oder interessantesten fand. Oberflächlichkeiten sind hier nicht möglich, denn die Bilder des Gewinners werden erst danach freigeschaltet. Vom Ansatz also durchaus sinnvoll und clever. Wo man bei Tinder oftmals nur mit Standard-Floskeln angeschrieben wird, geht es bei Candidate direkt zur Sache. Hier werden ganz offen Fragen wie "Was ist guter Sex für dich?“ oder „Magst du Oralverkehr?“ in den virtuellen Raum gestellt. Ob man ehrliche Antworten auf solch intime Fragen schickt - dazu noch an einen Fremden - ist wohl Geschmacksache. Was jedoch garantiert ist: Die Antworten zu bewerten kann aufregend sein, denn man weiß erst am Ende, welcher Mann oder welche Frau sich hinter der Lieblingsantwort verbirgt. Und wer weiß, vielleicht siegt dank Candidate am Ende eine intelligente oder kreative Antwort über die äußerliche Attraktivität, die im Online-Dating oft über Top oder Flop entscheidet.

UNVERBLÜMT

Die kostenlose App setzt auf Videos statt Profilfotos. Wer also keine Lust mehr auf Fake-Profile und bearbeitete Fotos hat, für den könnte Unverblümt eine persönlichere Alternative zu Tinder sein. Auf ihrer Website beschreiben die Macher der App ein Gefühl, das wohl viele kennen: „Was erwartet mich? Werde ich enttäuscht? Sieht mein Gegenüber wirklich so aus wie auf dem Profil? Auch ein vorheriges Telefonat sagt über einen Menschen nicht so viel aus wie ein Treffen. Herkömmliches Internet-Dating ist einfach, doch leider nicht immer effektiv. Es kostet viel Zeit und Geld und meist ist es enttäuschend, da Profile oft geschönt sind.“ Deshalb setzt Unverblümt auf die unverblümte Wahrheit per Video. Die bewegten Bilder sollen die Mimik, Ausstrahlung und Stimme des potenziellen Matches so unverfälscht wie möglich zeigen. Die Nutzer entscheiden hierbei frei, ob ein Video allgemein für alle oder nur für ausgewählte Kontakte frei zugänglich ist. „Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte“ stimmt in diesem Zusammenhang also nicht ganz.
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