Vollmilchschokolade könnte bald so gesund sein wie ihr zartbitteres Pendant

Foto: Amanda Ringstad
Dunkle Schokolade wird schon seit einigen Jahren als gesundes Seelenfutter gefeiert. In Maßen genossen ist sie eine wertvolle Ergänzung auf unserem Speiseplan und kann nicht nur die kognitive Funktion unseres Gehirn verbessern, sondern ist auch gut fürs Herz.

Gute Nachrichten für alle, die ihren feinherben Geschmack lieben. Wer es lieber süß mag, musste bisher allerdings in die Röhre schauen. Ein Schluck Milch macht das Ganze leider noch nicht zum gesunden Snack.

Doch das könnte sich nun ändern. Wissenschaftler haben nämlich einen Weg gefunden, Vollmilchschokolade den gleichen ernährungsbiologischen Nutzen zu verpassen, wie ihrer zartbitteren Schwester und das - ganz wichtig - ohne den Geschmack zu verändern. Hallelujah!

Die Lösung findet sich, laut einer Studie der Universität von North Carolina, in der dünnen Haut, die Erdnusskerne umgibt.

Zermahlt man die phenolhaltigen Verbindungen der Erdnusshülle, die sowohl Antioxidantien als auch entzündungshemmende Bestandteile enthalten, zu einem feinen Puder, welches der Schokolade beigemischt wird, erreicht man die gleichen gesundheitsfördernderen Eigenschaften, wie bei der dunklen Variante, so das Fazit der Forschungsleiter.

Besonderes Augenmerk richteten die Wissenschaftler dabei darauf, welchen Einfluss (wenn es überhaupt einen gibt) die Änderungen auf den Geschmack der Schokolade hatten.

Die Forscher, deren Ergebnisse im Journal of Food Science veröffentlich wurden, hatten hierzu 80 Testpersonen sowohl die in der Rezeptur veränderte Schokolade als auch die mit herkömmlicher Rezeptur probieren lassen.

Die gute Nachricht? Beide Proben schmeckte den Teilnehmern gleich gut. Das hinzugefügte Erdnusspuder wurde nicht herausgeschmeckt.

„Wenn man diese Erdnusshautextrakte nun kommerziellen Produkten beigeben würde, könnten Konsumenten ihre liebste Süßigkeit genießen und dabei auch noch etwas für ihre Gesundheit tun“, erklärt Studienleiterin Lisa Dea wie EurekAlert berichtet.

Ein weiterer Vorteil des Ganzen wäre, dass Erdnusshaut eigentlich ein Abfallprodukt der Erdnussproduktion ist. Durch diese Methode erhielte diese einen Nutzen, so die Forscher.

Welchen Einfluss die Schokolade auf Personen mit Erdnussallergie habe, wurde derweil noch nicht ergründet, dahingehend würde aber weiterhin geforscht.

Und nachdem man Schokoladenkuchen schon jetzt als den Foodtrend 2017 ausgerufen hat, haben wir jetzt auch die passende Ausrede, um einfach immer und überall Schokolade zu schlemmen. Wir können es gar nicht abwarten.
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