US-Wahlen 2016: Diese drei Frauen schreiben amerikanische Geschichte

Auch, wenn der allgemeine Gemütszustand an diesem 9. November 2016 – der als Tag, an dem feststeht, dass Donald Trump zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt wurde, in die Geschichte eingehen wird – wohl einer Schockstarre gleichkommt und die Welt tatsächlich stillzustehen scheint, gibt es durchaus auch Positives zu vermelden. Dass es sich lohnt weiterzumachen und den Kopf nicht in den Sand zu stecken, beweisen diese drei starken Frauen.

Weiterkämpfen und etwas in ihrem Land und dieser Welt bewirken wollen nämlich auch Catherine Cortez Masto, Kamala Harris und Pramila Jayapal. Geschichte haben alle drei jetzt schon geschrieben.

Die Demokratin Catherine Cortez Masto wird als erste Abgeordnete mit lateinamerikanischen Wurzeln in den US-Senat einziehen.

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Foto: Ethan Miller/Getty Images.

Wie The Associated Press berichtet, konnte sich Cortez Masto im Rennen um den Sitz im Senat gegen ihren republikanischen Konkurrenten Joe Heck durchsetzen. Damit wird sie den Platz des Demokraten Harry Reid einnehmen, der im letzten Jahr bereits seinen Rücktritt zum Ende der Legislaturperiode angekündigt hatte.

Damit ist Cortez Masto eine von gerade einmal vier Frauen im Senat, die nicht weiß sind. Neben ihr werden auch Mazie Hirono, Kamala Harris sowie Tammy Duckworth für Hawaii, Kalifornien und Illinois vertreten sein. Interessant: Obwohl gerade einmal 28% der Einwohner Nevadas einen spanischen oder lateinamerikanischen Hintergrund haben, konnte Cortez Masto das Rennen für sich entscheiden.

„Das war lange überfällig und die gesamte EMILY’s List Community ist stolz diesen geschichtsträchtigen Moment feiern zu können“, erklärte Stephanie Schriock, Vorsitzende des EMILY’s List Komitees, welches Kandidatinnen der demokratischen Partei im Wahlkampf unterstützt und auch Cortez Masto zur Seite stand.

Foto: Eric Risberg/ AP Photo.

Zu ihr gesellt sich die bereits erwähnte Kamala Harris. Auch sie hat in dieser Wahl Historisches erreicht und wurde nicht nur als einzige schwarze Senatorin, sondern auch als erste Frau mit indischen Wurzeln für den Bundesstaat Kalifornien in den Senat gewählt. Wie The Associated Press berichtet, ließ sie ihre Konkurrentin Loretta Sanchez, die ebenfalls für die Demokraten ins Rennen gegangen war, hinter sich und wird nun das Amt der ausscheidenden demokratischen Senatorin Barbara Boxer übernehmen. Harris tritt damit in die Fußstapfen von Carol Moseley Braun, die 1992 als erste Afroamerikanerin für den Bundesstaat Illinios in den Senat einzog.

Schon lange wurde Harris, die die Tochter eines aus Jamaika stammenden Universitätsprofessors und einer indischstämmigen Ärztin ist und im kalifornischen Oakland geboren wurde, als aufkommender Star der Demokraten gefeiert, gilt als „weibliche Obama“ und wurde als potentielle Kandidatin für den Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten gehandelt. Bevor sie 2010 zur Generalstaatsanwältin von Kalifornien gewählt wurde, war sie bereits mehrere Jahre für die Staatsanwaltschaft in San Francisco tätig.

Foto: Pramila For Congress.

Die dritte im Bunde, Pramila Jayapal, zieht als erste Frau mit indischen Wurzeln in den US-Kongress ein. Jayapal setzte sich damit gegen ihren demokratischen Konkurrenten Brady Walkinshaw durch und wird ab Januar Jim McDermott in seinem Amt beerben.

Immerhin ein kleiner Schritt ist getan: Ab Januar werden dann zum ersten Mal in der Geschichte mehrere Frauen, die nicht weiß sind, gleichzeitig im Senat der Vereinigten Staaten von Amerika vertreten sein.

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