Warum ich der neuen Freundin meines Ex-Partners wirklich dankbar bin

Als Audrey Loving herausfand, dass ihre Tochter sehr viel gemeinsame Zeit mit der neuen Freundin ihres Ex-Partners verbrachte, wurde sie nicht etwa eifersüchtig. Stattdessen schrieb sie der Frau einen Dankesbrief und räumte so ordentlich mit dem Stereotypen der „bösen Stiefmutter“ auf.

Den Brief, in dem sie sich herzlich bei Whitney McGraw, der besagten Freundin des Ex-Freundes, bedankt und sie als „die entzückendste Frau überhaupt" beschreibt, teilte Loving auf der Facebookseite von Love What Matters.
„Warum sind all diese Mütter nur immer so boshaft und eifersüchtig auf die andere Frau?“, fragt sie. „NIEMAND kann behaupten, dass es einfach ist, Mutter für ein Kind zu sein, dass nicht das eigene ist.”

Loving betont außerdem, wie wichtig es ist, sein Kind in Liebe aufzuziehen.

„Ich bin sehr dankbar, dass es diese Frau gibt“, schreibt sie. „Ladies, werdet erwachsen und konzentriert euch darauf, eine gute Mutter zu sein. Liebt mehr, hasst weniger!”

Loving selbst ist mit Stiefgeschwistern aufgewachsen. Eine Erfahrung, die ihr Weitblick verschafft habe, erklärte sie am Sonntag in einem Interview mit The Today Show.

„Ich komme aus einer Patchworkfamilie – Ich habe Stiefschwestern und Halbschwestern“, verriet sie. „Als ich aufgewachsen bin, habe ich die Leute immer wieder von „ der anderen Frau” reden hören und ich möchte nicht, dass mein Kind genauso groß werden muss... Das ist einfach nicht fair.“

Außerdem verriet Loving, dass es zwar nicht immer ganz einfach sei, ihre Tochter mit jemand anderem teilen zu müssen, wichtiger sei es jedoch, zu wissen, dass ihre Tochter geliebt wird.

„Ich bin beruhigt, weil ich weiß, dass jemand auf sie acht gibt. Je mehr Menschen dein Kind lieben, desto besser”, sagt sie.

Lovings Brief beweist, dass eine Patchworkfamilie auch ohne großen Streit und Eifersüchteleien funktionieren kann und dass der Stereotyp der bösen Stiefmutter längst nicht immer zutreffen muss. Natürlich ist es nicht einfach, sein Kind mit einer Fremden zu teilen, aber Stiefmutter zu sein, ist eben genauso wenig ein Spaziergang. Diese Ansicht sollte keine Ausnahme bleiben und vielleicht kann Lovings Brief zu einem offeneren, freundlicheren Umgang beitragen.
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