„Hair Dusting” macht langes Haar ohne Radikalschnitt gesund

Foto: Courtesy of Sal Salcedo.
Im letzten Jahr habe ich es mit dem Haarebleichen wohl ein wenig übertrieben. Und obwohl mein Haar bereits ordentlich in Mitleidenschaft gezogen worden war, kam doch noch mal die Bleiche zum Einsatz.

Dass meine von Natur aus eigentlich recht widerstandsfähigen Haare danach so kaputt waren, wie nie zuvor, ist wohl keine Frage. Aber ich hatte ja selbst schuld – und jeder, der auf besonders kühle Blond- und helle Pastelltöne steht, kennt das wohl nur all zu gut.

Um das Ganze zu retten, fuhr ich also die ganz schweren Geschütze auf. Olaplex, Masken und diverse andere pflegende Behandlungen kamen zum Einsatz und taten ihren Teil. Doch wir wissen alle, dass gespaltene Spitzen und spröde Enden eben nicht so leicht zu reparieren sind. Am Ende muss dann doch die Schere her und es richten. Was aber tun, wenn man sich nicht von etlichen Zentimetern trennen möchte? Die Antwort: Hair Dusting.

Sal Salcedo, Haarexperte aus L.A., hat mir die Technik erklärt und mir damit die Haarlänge gerettet.

Was ist Hair Dusting?
„Hair Dusting ist eine Schnitttechnik, bei der die Haarlänge im Großen und Ganzen erhalten bleibt. Lediglich die kaputten Haarspitzen werden abgeschnitten”, erklärt Salcedo. „Strähne für Strähne werden nur die feinen Enden entfernt.”

Und wie genau funktioniert das? „Das muss man sich vorstellen, als würde man Fussel von der Kleidung entfernen”, erklärt er weiter. „Zunächst wird das Haar geglättet, sodass die spröden Spitzen deutlich hervorstehen. Diese wollen wir schließlich loswerden.”

Viele Friseure bieten diese Methode jedoch nicht an, weil diese sehr zeitaufwendig. „Das Ganze ist mehr Pflege als ein wirklicher Haarschnitt”, so der Experte. „Die Technik gibt es schon seit Jahren, in manchen Kulturen wird sie auch mit Rasierklingen oder Feuer ausgeführt.”

Ihr wollt sehen, wie es geht?
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Und noch mal in Zeitlupe...

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Überzeugt? Dann sollte euer Friseur wie folgt vorgehen
„Ich nehme eine schmale Strähne in die Hand und schneide mit der Schere senkrecht an ihr entlang, um die kaputten Enden zu entfernen”, erklärt Salcedo.

Für gesünderes Haar, ohne es direkt um einige Zentimeter kürzen zu müssen, solltest du deinen Friseur zukünftig um ein "Dusting bitten – nicht um einen Schnitt!“, so der Experte. „Weniger als ein Zentimeter muss in den meisten Fällen abgeschnitten werden – manchmal noch weniger. Nur was wirklich tot ist, kommt ab.”

Laut Salcedo eignet sich die Technik für jede Haarstruktur und jeden Haartyp – lockige Haare müssen allerdings zunächst geglättet werden, um die kaputten Enden ausmachen zu können. Falls ihr euch jetzt sorgt, dass das Ganze das Haar ausdünnen könnte: Seid beruhigt, dass tut es nicht. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall. In dem die gespaltenen Spitzen abgeschnitten werden, gewinnt das Haar an Kraft und sieht direkt voller aus. Der Friseur deines Vertrauens sollte also genau wissen, was er tut und nur das absolute Minimum abschneiden.
Foto: Courtesy of Sal Salcedo.
„Es geht darum, den Part deines Haares loszuwerden, der nichts mehr für dich tut”, so Salcedo „Haare werden vom Wetter, Färben, Styling und von schlechten Haarschnitten stark beansprucht. Außerdem wird auch Haar eben älter.“

Du möchtest das Ganze noch mal sehen? Hier geht's weiter...

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