Mehr Diversität: Naomi Campbell fordert eine Vogue Africa

Das Supermodel Naomi Campbell hat sich nie davor gescheut ihre Stimme dafür zu nutzen, die Black Community zu unterstützen – sei es durch Kritik an Polizeigewalt, dem Rassismus in der Fashionindustrie oder einem rein „weißem“ Impressum.
Bei der Arise Fashion Week in Lagos, Nigeria, einem Event, bei dem 45 Designer aus 14 verschiedenen Ländern ihre Kollektionen zeigen, betonte sie, dass eine größere Plattform für die afrikanische Diaspora auf globaler Ebene von Nöten ist.
„Es sollte eine Vogue Africa geben. Mittlerweile gibt es eine Vogue Arabia – das ist ein Fortschritt. Einer, der sein musste“, sagte die gebürtige Engländerin in einem Interview mit Reuters. Bezug nehmend auf die arabische Vogue-Ausgabe, die damit „einen Maßstab für die Branche setzt und so die wohlhabenden Kunden im Nahen Osten erreichen“ möchte.
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„Die afrikanischen Länder hatten noch nie die Möglichkeit, mit deren Stoffen, Materialien und Designs auf globaler Ebene mitzuwirken und akzeptiert zu werden. So sollte es nicht sein“, fuhr Campbell fort. „Die Menschen haben erkannt, dass es nicht um die Hautfarbe geht, ob sie die Arbeit erledigen können oder nicht.“
Campbells Kritik ist, dass da wo das amerikanische Magazin immer noch „strahlend weiß“ ist, es die internationalen Kollegen schon richtig machen, wenn es um Vielfalt und Inklusion geht (bis ein auf zwei Kardashian-Cover hier und da). Im Jahr 2017 veröffentlichte der Fashion Spot eine Statistik, die zeigte, dass 32,5 Prozent der internationalen Publikationen farbige Menschen auf ihren Covern zeigten. Dies entspricht einer Steigerung von 3,5 Prozent zum Vorjahr. Die Studie bezeichnet das Jahr 2017 als „das bisher inklusivste Jahr der Mode“. Die zwölf Cover der Vogue Arabia zeigen allesamt „nicht-weiße“ Stars, während auf den Covern der Vogue Taiwan immerhin zwölf von 13 Frauen farbig waren. Auch die Vogue India lag mit 19 von 21 farbigen Frauen auf den Covern über der 90-Prozent-Marke.
Derzeit veröffentlicht der Conde Nast Verlag 27 internationale Versionen seiner „Fashion-Bibel“, darunter Ausgaben in Bulgarien, der Tschechischen Republik, Rumänien und der Türkei. Und sollte Campbells Idee Früchte tragen, freuen wir uns schon darauf zu sehen, was eine Vogue Africa zu diesem kulturellen Mix beitragen würde – und wie sie die Arbeit, die es verdient gesehen zu werden, bestärken würde.
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