Die #AskMoreOfHim-Initiative wurde bei den Oscars nicht thematisiert, was schade ist

Foto: Sage Mc Avoy
Frances McDormand richtete sich in ihrer kraftvollen Oscar-Rede zusammen mit allen weiblichen Nominierten an die Männer, möchte sie als Verbündete im Kampf für ausnahmslose Gleichberechtigung gewinnen. Passend zu genau dieser Idee gibt es nach #MeToo und der #TimesUp-Bewegung der Frauen Hollywoods jetzt eine neue Strömung, natürlich mit eigenem Hashtag. Unter #AskMoreOfHim versammeln sich jetzt die Männer Hollywoods zu einer Einheit im Kampf gegen ungleiche Bezahlung, sexuelle Übergriffe, Gewalt und grundsätzliche Ungerechtigkeiten in der Film- und Fernsehbranche. Diese neueste Equal-Rights-Bewegung wird unter anderem von den Schauspielern David Schwimmer („Friends”), David Arquette („Scream”), Justin Baldoni („Jane the Virgin”) und Matt McGorry („How to get away with Murder”) unterstützt.
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#AskMoreOfHim – Männer machen sich für Frauen stark

Entstanden ist die Bewegung aus einer Initiative des Representation Projects, die zuvor mit #AskHerMore dazu aufriefen, Frauen auf dem Roten Teppich nicht nur zu ihren Outfits zu befragen. „In diesem Jahr laden wir mit der Initiative „Ask more of him" („Verlange mehr von ihm”) Männer dazu ein, Teil der Konversation und Alliierte in der Bewegung für Gleichstellung zu werden”, heißt es in einem Statement auf der Website.
Bei den diesjährigen Oscars spürte man die Unterstützung des #TimesUp-Movements der Männer bereits. Einige, wie Oscar-Gewinner Sam Rockwell trugen Pins als Zeichen ihrer Solidarität und auch Moderator Jimmy Kimmel sprach Themen wie den Gender Pay Gap und den Fall Harvey Weinstein an. Trotzdem fordern die Aktivisten mehr Beteiligung: „Bisher sind nur wenige Teil der Bewegung und das muss sich ändern. Deshalb verlangen wir mehr von ihm.”
Den ganzen Brief mit allen Zielen der Kampagne, auf den schon Jessica Chestain reagierten, findest du hier.
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