Warum sich eine Chanel-Tasche mehr lohnen kann als eine Immobilie

FOTO: Au Winnie
Wer mit einer Chanel-Tasche liebäugelt, handelt vernünftig und vorausschauend. Klingt nach Wunschdenken, kann aber jetzt tatsächlich mit Zahlen belegt werden. Fashionista berichtet, dass der Wert der Tasche allein innerhalb der letzten sechs Jahre um 70% angestiegen ist.

Das zeigt eine Analyse der US-Plattform Baghunter, die die Preisentwicklung des Klassikers 2.55 seit dem Verkaufsstart im Februar 1955 zeigt und das Potential für die Zukunft prognostiziert. Aktuell kostet die auch Medium Classic Flap Bag genannte Tasche knapp 5.000 Euro. Bis 1990 sind die Preise vor allem der Inflation und einer kleinen Erhöhung des Labels zuzuschreiben. Danach ging es steil bergauf: In einem Vierteljahrhundert stieg der Wert der Tasche um das Vierfache.
Als wichtigen Faktor bezeichnet Baghunter-Chefin Evelyn Fox Plattformen, die sich auf Second-Hand-Designerteile spezialisiert haben und Chanel-Taschen einer breiteren Masse zugänglich machen. Wie sehr sich ein Kauf lohnen kann, zeigt der Vergleich mit einer Immobilieninvestition in den USA: Der Return on Investment, also das Verhältnis des Wertgewinns im Vergleich zu dem Preis, den man gezahlt hat, liegt bei bei einem Hauskauf bei 7% – bei der 2.55 sind es 70.

Auch für die Boy Bag, die Chanel in seiner Herbst/Winter-2011-Kollektion zum ersten Mal vorgestellt hat, wird eine Wertsteigerung vorausgesagt. Die komplette Analyse ist hier zu finden. Investieren ist in dem Fall also nicht nur ein Begriff, den man benutzt, um den Preis ein bisschen weniger schmerzhaft zu machen – es ist tatsächlich was dran und kann sich auch noch richtig lohnen.
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