Ein Curry für alle, die auf deutsche Hausmannskost nicht verzichten möchten

Anne Mühlmeier
Anne Mühlmeier ist Model und Schauspielerin und lebt heute in Berlin. Im Laufe ihrer Modelkarriere hat sie wahrscheinlich jede Diät der Welt einmal ausprobiert, nur um zu lernen, dass dogmatische Ernährungsformen nicht gesund sind und nicht glücklich machen. Umso mehr liebt sie es heute, gesundes und abwechslungsreiches Essen zu zaubern. Für Refinery29 Germany stellt sie jede Woche nicht nur die leckersten Rezepte vor, sondern liefert auch genügend Hintergrundwissen zu den Produkten, damit das Nachkochen noch mehr Spaß macht. Mehr gibt's bei Instagram @foodbyannie .

Das Currypulver ist für viele Inder eine unverzichtbare Zutat. Jeder Koch und jede Köchin schwört auf die eigene Currypulver-Kreation, die aus bis zu 30 verschiedenen Gewürzen bestehen kann. Dazu gehören Kurkuma, Koriander, Kreuzkümmel, Pfeffer, Zimt, Ingwerpulver, Knoblauchpulver, Fenchel, Nelken, Kardamom, Senfkörner, Muskatnuss, Paprikapulver und Cayennepfeffer –um nur ein paar zu nennen.

Was mich an der indischen Kochkultur fasziniert, ist, dass jedes Gewürz eine bestimmte heilende Wirkung auf den Körper hat. In Indien wird das bis heute noch sehr geschätzt und in der Küche ausgelebt. Auch verschiede Studien besagen, dass regelmäßiger Verzehr von Curry sich positiv auf die Gesundheit auswirkt.

Kurkuma sorgt für die gelbe Farbe und ist gut bei Magen-Darm-Beschwerden und gegen Entzündungen. Senf macht fettreiche Speisen verträglicher. Pfeffer hat verdauungsfördernde Eigenschaften – natürlich ganz besonders hilfreich um die Weihnachtszeit! Koriander ist altbekannt in der Heilkunde, um bei Verdauungsbeschwerden und Blähungen zu helfen. Um euch nicht zu langweilen, höre ich auf mit dem Philosophieren über Heilkunde und fasse zusammen: Viele der Gewürze tun unserer Verdauung gut. Also auch gerne mal eine süße Milch mit Curry am Abend trinken, wenn man das Bedürfnis hat, dem Magen und Darm ein wohltuende Kur zu verpassen.

Die nächste Zutat in meinem Pfannengericht ist Sauerkraut. Ok, das ist für Manche vielleicht etwas ungewöhnlich, aber glaubt mir, es passt hervorragend zu Curry. Die Säure des eingelegten Krauts ist wichtig für den Geschmack. Aber nicht nur das, auch Mikroorganismen sind im Sauerkraut versteckt, die unser Immunsystem stärken. Sauerkraut stärkt unsere Darmflora und damit sind wir gewappnet ist für alles Weitere, was in der Weihnachtszeit kommt.

Zutaten:
• 1 Zwiebel
• 500 g Bio Hackfleisch
• 3 EL Semmelbrösel
• 1 Ei
• Salz, Pfeffer
• 3-4 EL Öl
• 1-2 EL Mehl
• 2-3 TL Curry
• 100 g Schlagsahne
• 2-3 TL klare Brühe (Instant)
• 1 Stange Zimt
• 1/2 TL Sambal Oelek
• 400 g Sauerkraut
• 80 g getrocknete Aprikosen
• 50 g getrocknete Cranberries
• 70 g Mandelblättchen • 3 Frühlingszwiebeln
Zubereitung:
1. Zwiebel fein würfeln und in Butter dünsten.
2. Hackfleisch, 1 Ei, Semmelbrösel und Zwiebeln verkneten. Mit Salz und Pfeffer würzen. 15 Kugeln daraus formen.
3. Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Hackbällchen darin unter mehrfachen Wenden 6-8 Minuten knusprig braun braten und danach die Bällchen herausnehmen.
4. Sauerkraut in einem Sieb abtropfen lassen.
5. Mehl, Curry und etwas Öl im Bratfett kurz anschwitzen und mit 400 ml Wasser und Sahne ablöschen, mit der Zimtstange aufkochen lassen. Brühe einrühren. Mit Salz, Pfeffer und Sambal Oelek abschmecken.
6. Aprikosen halbieren oder vierteln, je nach Größe.
7. Aprikosen, Cranberries, Sauerkraut und 2 TL Curry zugeben und 15 Minuten bei mittlerer Hitze offen kochen.
8. Mandeln hacken, in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten, dann erkalten lassen. Frühlingszwiebeln putzen, in schräge, dünne Ringe schneiden.
9. Klopse zugeben und erwärmen. Mit den Frühlingszwiebeln, den Mandeln und etwas Curry bestreut servieren.
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