So epilierst du die Intimzone ohne Schmerzen

Illustration: Mallory Heyer
Wer schön sein will, muss leiden? Wenn es ums Epilieren geht, ist an dem platten Sprichwort leider tatsächlich etwas dran. Zwar liegen die Vorteile der Methode mit wochenlang glatter Haut auf der Hand, dennoch kostet sie jedes Mal wieder neue Überwindung. Doch aufgepasst, es geht auch anders: Mit der richtigen Vorbereitung und Anwendung kann Epilieren tatsächlich schmerzfrei sein – zumindest fast. Diese Tipps helfen dir, damit beim nächsten Mal alles schmerzfrei glatt läuft:
Aller Anfang ist schwer
Machen wir uns nichts vor, das erste Mal Epilieren ist kein Zuckerschlecken. Nicht nur, dass man keine Ahnung hat, was da gleich auf einen zukommt, obendrein tut es bei der ersten Behandlung auch noch besonders weh. Dabei werden nämlich alle Härchen auf einmal entfernt, was die Behandlung so schmerzhaft macht. Je öfter du Beine, Bikinizone und Co. epilierst, desto ungleichmäßiger wachsen die Haare jedoch nach und der Schmerz wird geringer. Durchhalten lohnt sich, versprochen.
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Qualität zahlt sich aus
Gerade in der Anfangszeit ist ein guter Epilierer Gold wert, denn er vereinfacht die Prozedur. Hochwertige Produkte haben mehrere, austauschbare Pinzettenköpfe und sind auf verschiedene Bedürfnisse und Hauttypen ausgelegt. Je mehr Pinzetten der Kopf hat, desto schneller sind die Härchen gezupft – allerdings wird es dann umso schmerzhafter. Finde zu Beginn also einfach heraus, welche Methode für dich am angenehmsten ist. Gute Geräte kommen außerdem mit Zubehör wie Massageköpfen oder Kühlhandschuhen.
Die richtige Vorbereitung
Stecker rein und los geht’s? Nicht so schnell. Nimm dir zum Epilieren ruhig ein wenig Zeit und entwickle dein eigenes kleines Beautyritual. Wenn du entspannt bist, ist auch dein Schmerzempfinden geringer. Um deine Haut optimal auf die Haarentfernung vorzubereiten, solltest du mit einem sanften Peeling beginnen, um abgestorbene Zellen zu entfernen. Damit vermeidest du, dass Haare einwachsen, was zusätzlich für Schmerzen sorgen kann. Spüle das Peeling mit warmem Wasser ab, um die Poren zu öffnen und die Haare einfacher entfernen zu können. Einige Geräte sind sogar wasserfest und du kannst sie direkt in der Badewanne oder Dusche nutzen. Pflege die Haut bereits einige Tage vor dem Epilieren mit einem Peeling und denk daran, dich immer gut einzucremen. Weiche Haut macht die Haarentfernung deutlich angenehmer.
Eine Frage der Technik
Setze das Gerät senkrecht an und epiliere ohne Druck immer gegen die Wuchsrichtung. Wenn du die Haut dabei straffziehst, spürst du nur wenig Schmerz. Gerade bei den ersten Anwendungen kann es sein, dass du nicht gleich alle Härchen erwischst. Nimm dir genügend Zeit und lass den Epilierer langsam über die Haut gleiten, damit das Ergebnis schön gleichmäßig wird. Dafür ist übrigens auch die Haarlänge entscheidend. Je kürzer die einzelnen Haare sind, desto weniger tut es weh. Perfekt ist eine Länge zwischen zwei bis fünf Millimetern. Sollten sie länger sein, trimmst du sie vorher am besten mit dem passenden Aufsatz.
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Keine Angst vor empfindlichen Zonen
An Achseln und Bikinizone trauen sich oft nur die besonders Erfahrenen heran, dabei ist die Anwendung an diesen Stellen eigentlich halb so wild. Entscheidend ist auch hier die richtige Technik: Kürze die Härchen auf die richtige Länge und zieh die Haut beim Epilieren schön straff. Beginne bei der Bikinizone am besten mittig und arbeite dich vom Bauchnabel langsam herunter. Erst danach kommen die Seiten dran. Bei den Achselhaaren solltest du öfter die Richtung wechseln, um alle Härchen zu erwischen. Gute Epilierer haben für diese Zonen spezielle Aufsätze mit beweglichen Köpfen, die die Anwendung zusätzlich erleichtern.
Die Pflege danach
Schon fertig? Perfekt, das war doch einfacher als gedacht. Weil die Haut nach dem Epilieren gereizt und gerötet ist, solltest du im Anschluss besonders behutsam mit ihr umgehen. Trag eine Body Lotion mit milden Inhaltsstoffen wie Aloe Vera oder Kamille auf. Achte darauf, dass die Creme nicht zu reichhaltig ist, um die Poren nicht zu verstopfen. Zum Kühlen und Beruhigen eignet sich auch After Sun Lotion wunderbar. Einige Tage nach Anwendung solltest du deine Haut außerdem regelmäßig peelen oder mit einer weichen Bürste massieren, um die Durchblutung anzuregen und eingewachsenen Härchen vorzubeugen.
Wenn du die ersten Behandlungen hinter dir hast, wirst du beim Epilieren immer weniger Schmerz empfinden. Die perfekte Motivation: Schon nach wenigen Monaten musst du nachwachsende Härchen nur noch alle vier bis sechs Wochen entfernen und kannst dich in der Zwischenzeit über wunderschöne, glatte Haut freuen.
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