6 kluge Filme von Sofia Coppola, die jede Frau gesehen haben sollte

Sofia Coppola gehört zu den erfolgreichsten Regisseurinnen der Gegenwart und Hollywoods – das, nun ja, noch immer nicht wirklich viele weibliche Filmemacherinnen vorzuweisen hat. Coppola jedoch hat es geschafft – gerade wurde sie in Cannes als zweite Frau in der Geschichte überhaupt in der Kategorie „Beste Regie“ für ihren neuen Film Die Verführten (The Beguiled) ausgezeichnet. Ein Erfolg, der nur wenigen Frauen vor ihr gelang.
Eine sehr spezielle, aber einmalige Filmästhetik ist zu ihrem Markenzeichen geworden. Niemand versteht es so wie sie in minimalistischen Dialogen und traumhaften Stimmungsbildern den Zeitgeist unserer Generation in konzentrierten Handlungen einzufangen. Einfühlsam und mit einer sensiblen Bildsprache verhandelt sie in ihren Filmen Themen wie Einsamkeit, Jugend oder Ruhm, immer jedoch aus einer weiblichen Perspektive betrachtet.
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Ein kurzer Rückblick auf die besten Filme einer großartigen Regisseurin:

The Virgin Suicide (1999):

Mit der Verfilmung von Jeffrey Eugenides Roman The Virgin Suicide legte Sofia Coppola ihr Kinodebüt hin. Das Drama handelt von fünf jungen Schwestern, die in der amerikanischen Provinz leben und alle gemeinsam planen, sich umzubringen. Coppola erzählte später, dass sie durch die Arbeit an diesem Film den Tod ihres Bruders, der 1986 bei einem Unfall ums Leben kam, verarbeitet hat. Die Hauptrolle hat sie mit Kirsten Dunst besetzt.

Lost in Translation (2003):

Um den Film Lost in Translation umzusetzen investiert Coppola rund eine Million Dollar und ist monatelang an Bill Murray dran, den sie unbedingt für die Hauptrolle haben will. Ihre Hartnäckigkeit zahlt sich aus. Murray sagt zu und verhilft dem Film zusammen mit Scarlett Johannson, die durch den Film zum Star wird, ein riesiger Erfolg zu werden – künstlerisch als auch kommerziell. Das emotionale Werk erzählt von einer verträumten jungen Frau, Charlotte, die frisch verheiratet ist, aber sich schon unglücklich und einsam fühlt. In Tokio trifft sie auf den wesentlich älteren, aber ebenso verlorenen Schauspieler Bob. Die beiden leben in einer ähnlichen Situation, ihre Einsamkeit und Suche nach sich selbst verbindet sie auf merkwürdige Art und Weise miteinander.

Marie Antoinette (2005):

Auf Lost in Translation folgte das historische Drama Marie Antoinette, der wiederum von einer jungen Frau aus Österreich handelt, die sich nur schwer am Hofe des französischen Königs, den sie heiraten musste, zurechtfindet. Zunächst gelangweilt von der Hofetikette und ihrer Ehe, wird sie dennoch Mutter eines Sohnes. Ihr Mann, Ludwig der XVI. wird kurze Zeit später König von Frankreich und Marie Antoinette damit zur Königin. Es kommt zum Aufstand der unteren sozialen Schichten und die ersten Ausländer der Französischen Revolution machen sich bemerkbar – keine einfache Situation für die Königin.
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Somewhere (2010):

Man sagt, mit Somewhere hat Sofia Coppola die Beziehung zu ihrem berühmten Vater, dem Hollywood-Regisseur Frances Ford Coppola, aufgearbeitet. Dem Film liegt eine außergewöhnliche Vater-Tochter-Beziehung zugrunde. Johnny Marco (Stephen Dorff), ein angesagter Hollywood-Star, der im legendären Chateau Marmont in Los Angeles haust, vertreibt sich die Zeit zumeist mit schönen Frauen, fährt schnelle Autos und ertränkt seine Einsamkeit in Alkohol und Drogen. Doch eines Tages taucht seine Tochter Cleo (Elle Fanning) unerwartet bei ihm auf, um die er sich einige Zeit kümmern soll. Während sie mit dem Ruhm ihres Vater zurechtzukommen versucht, rüttelt ihn das „Leben mit Anhang“ auf und bringt ihn zum Nachdenken. Gelobt wurde Coppola unter anderem für das fesselnde Drehbuch und die insgesamt sehr stimmige Atmosphäre dieses filmischen Werks.

The Bling Ring (2013):

The Bling Ring erzählt die wahre Geschichte einer Gruppe Jugendlicher, die in Hollywood lebt und im Jahr 2009 nachts in die Häuser von Stars wie Orlando Bloom oder Lindsay Lohan einstieg. Über das Internet ermittelten sie zuvor deren aktuellen Aufenthaltsort der Promis und diese genau wohnen. Auf ihren nächtlichen Streifzügen durch die Prominenten-Wohnviertel erbeuteten die Teenager Kleider, Schmuck und Kunstwerke im Wert von insgesamt über drei Millionen Dollar. In kleinen Videos zeigt die Gruppe der Welt später stolz, was sie mitgehen ließen. Die Medien bezeichneten das Phänomen damals als The Bling Ring – ein Begriff, den Coppola später als Titel ihres Filmes nutzte.

The Beguiled (2017)

Mit The Beguiled (dt.: Die Verführten) meldet sich Coppola noch in diesem Monat auf der Leinwand zurück. Die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Thomas Cullinan versetzt den Zuschauer zurück ins 19. Jahrhundert. Schauplatz ist eine Mädchenschule, die Schutz vor dem im Hintergrund tobenden amerikanischen Bürgerkrieg bietet. Das scheinbar so geregelte Leben der Frauen wird jedoch durcheinander gewirbelt, als plötzlich ein verwundeter Soldat zur Pflege bei ihnen landet. Es dauert nicht lange und eine nach der anderen erliegt dem Charme des Veteranen. Die Situation eskaliert, die Frauen geraten in ein Netz aus erotisch aufgeladenen Spannungen, Eifersucht und Intrigen. Opfer wird es letztendlich auf beiden Seiten geben!
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