Food by Annie: Detox-Smoothies


Anne Mühlmeier ist ein internationales Model und Schauspielerin und lebt heute in Berlin. Im Laufe ihrer Modelkarriere hat sie wahrscheinlich jede Diät der Welt mal ausprobiert, nur um zu lernen, dass dogmatische Ernährungsformen nicht gesund sind und nicht glücklich machen. Umso mehr liebt sie es heute, gesundes und abwechslungsreiches Essen zu zaubern. Für Refinery29 Germany stellt sie jede Woche nicht nur die leckersten Rezepte vor, sondern liefert auch genügend Hintergrundwissen zu den Produkten, damit das Nachkochen noch mehr Spaß macht. Mehr gibt's bei Instagram @foodbyannie.
Fasten ist etwas, das Menschen schon seit vielen Jahrhunderten, wenn nicht sogar Jahrtausenden machen. Christen fasten von Aschermittwoch bis Ostern. Ramadan, der neunte Monat des islamischen Mondkalenders, ist der Fastenmonat. Für Buddhisten ist Fasten kein Zwang, sondern vielmehr eine wichtige Erfahrung, wie auch Reinigung und Gesundheitspflege für den Körper. Auch, um nicht im Überfluss zu leben. Das Heilfasten hat keine religiöse Motivation. Es soll zur Entschlackung und Regeneration des Körpers führen. In der ayurvedischen Heilkunde sind entgiftende Kuren seit Jahrhunderten Inbegriff eines gesunden Körpers.

Fasten liegt also in unserer Natur. Die Steinzeitmenschen hatten nicht den Luxus wie wir heutzutage, Besitzer eines Kühlschranks zu sein. Damals mussten Menschen ihr Essen jagen und sammeln. Das heißt, man stand morgens auf und ging mit leerem Magen los und musste sich sein Essen suchen. Ohne etwas im Magen ist der Kopf klar und man fühlt sich leicht und schnell. Darum wird heute vielen Geschäftsleuten empfohlen, auf leeren Magen wichtige Meetings oder Präsentationen zu halten – der Kopf funktioniert einfach besser und schneller. Der Magen und das Verdauungssystem brauchen enorm viel Energie, um Essen zu verarbeiten und zu verdauen, da gibt das Gehirn gerne etwas seiner Energie ab (und fährt mit seiner Leistungskapazität für den Moment herunter), wenn der Magen mal wieder mit etwas schwer Verdaulichem zu kämpfen hat.
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Man könnte jetzt sagen: „Naja, aber wir leben ja nicht mehr in der Steinzeit.“ Stimmt, entgegne ich dann. Aber dennoch hat unser Körper viele biologische Prozesse beibehalten. Wenn man unsere evolutionäre Entwicklung betrachtet, dann gibt es uns erst seit einem Wimpernschlag. Unser Körper ist so komplex und clever, doch er hat sich nicht an den Lebensumstand gewöhnt, ständig einen Kühlschrank in der Nähe zu haben und damit Zugang zu einem Überfluss an Nahrung. Hätte er das getan, würden wir kein Fett ansetzen, denn die Pölsterchen sind dazu da, um uns in Notzeiten zu helfen.

Was ich damit sagen will, ist eigentlich ganz einfach: Nach diesen wundervollen Feiertagen, an denen es rund um die Uhr Essen gab, tut es deinem Körper nur gut, einfach mal das Frühstück ausfallen zu lassen. Oder – wenn du dich danach fühlst – sogar das Mittagessen und erst abends nach einer kontrollierten Fastenphase von 20-24 Stunden zu essen. Als Ausgleich sollte viel Wasser getrunken werden. Bewegung an der frischen Luft ist auch immer gut.
Fasten ist eine Art Frühjahrsputz für den Körper. Normalerweise ist der Körper den ganzen Tag mit der Aufnahme und der Verarbeitung von Nahrung beschäftigt, was ihn viel Kraft kostet. Fasten stoppt diesen Prozess und erlaubt dem Körper, Ruhe einkehren zu lassen. Gifte werden abgebaut, Fettsäuren in Energie aufgespalten und Hormone sprudeln.

Es gibt so viele verschiedene Arten von Fasten: Heilfasten, Teilfasten, intermittierendes Fasten, Saft-Fasten, Warrior Diet und so weiter. Da kommt man schon mal durcheinander. Das richtige Fasten ist, wenn man nichts über einen gewissen Zeitraum isst und nur Wasser, ungesüßten Tee oder schwarzen Kaffee zu sich nimmt. Also nichts, das Kalorien hat, und bei Einnahme das Trägerhormon Insulin ausschüttet. Heilfasten zum Beispiel ist oft damit verbunden, dass man Gemüsebrühe, rohe Gemüsesmoothies oder Molke trinkt. Also eher auf ungesund-klassifizierte Lebensmittel verzichtet. Am Ende muss jeder für sich selbst entscheiden, mit welcher Methode er sich wohl fühlt.
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Jeder Körper ist anders, das darf man nicht vergessen und unterschätzen. Ich kann hier nur für mich sprechen. Ich liebe intermittierendes Fasten oder die Warrior Diet. Diese besagt, dass man Essen während eines begrenzten Zeitraums zu sich nimmt, im Regelfall nur abends. Auch das Frühstück und und Mittagessen lässt man manchmal aus. Wichtig ist hier, dass man dennoch seinen täglichen Energiebedarf zu sich nimmt – denn wir wollen nicht hungern. Es geht hier einfach darum, dass man dem Körper Fastenphasen zugesteht, sodass er eine Chance hat, fetteigene Depots aufzuspalten und zu verbrauchen. Im Endeffekt trainierst du deinen Körper zur Fatburning-Maschine und das komplett ohne zu Hungern.

Detox ist für mich eine schöne Alternative zum Fasten. Ich lege gerne immer mal wieder einen Detox-Tag ein, denn es muss ja nicht gleich eine komplette Kur sein. Die Smoothies dazu mache ich mir gerne selber und genieße sie dann frisch gemixt aus dem heimischen Mixer. Hier zwei gesunde Detox Smoothie-Rezepte.

Prost Neujahr.
Avocado Smoothie

Zutaten:
1 Avocado
1 Handvoll glatte Petersilie
3 Stängel Dill
1/2 Gurke
Saft von einer Zitrone

Zubereitung:
Alles mixen, bei Belieben etwas Wasser hinzu geben, bis die Konsistenz perfekt ist.
Kiwi Grünkohl Smoothie

Zutaten:
1 Kiwi (mit Schale falls Bio, sonst ohne Schale)
1 Apfel
1 Handvoll Grünkohl
6 Minzeblätter
1 Daumennagel-großes Stück Ingwer

Zubereitung:
Alles mixen, bei Belieben etwas Wasser hinzu geben, bis die Konsistenz perfekt ist.
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