Diese Frau wurde gefeuert, weil sie zu attraktiv war

Mit dem Anstieg von Zeitarbeitsverträgen und der prekären Freelance-Arbeitsverhältnissen, ist es ziemlich einfach für Unternehmen geworden, seine Mitarbeiter aus tendenziell fragwürdigen Gründen zu feuern.
Aber diese Geschichte hier schießt den Vogel ab.
Ein Londoner Fernsehsender hat angeblich eine junge Frau gefeuert, weil sie „zu attraktiv“ war. Emma Hulse, 24, arbeitete keine fünf Minuten in ihrer Schicht bei UNIT TV, als ein Manager sie nach Hause schickte mit den Worten, sie solle „lieber auf den Catwalk gehen“.
Die Firma bestätigte diesen Vorfall und feuerte den beschuldigten Manager.
Gegenüber dem Evening Standard erzählte Hulse, dass sie um 9:30 Uhr zu ihrer Schicht erschien, die bis 18 Uhr gehen sollte, und ein anderer Runner ihr gerade erklärte, was ihre Aufgaben wären. „Dann schrieb mein Agent mir, dass ich nicht mehr benötigt werden würde,“ erzählt sie. „Ich ging zu meinem Vorgesetzten um mit ihm zu sprechen, da fragte er mich ‚Bist du ein Model? Läufst du keine Catwalks, warum bist du nicht an der Hausfassade?‘ Ich trug Lippenstift, aber der war meiner Meinung nach nicht unpassend. Ich trug ein Shirt und eine Hose, ich war wirklich nicht unangebracht gekleidet.“
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Dann fragte der Mann sie nach ihrer Nummer und schlug vor, sich mal auf einen Drink zu treffen, erzählt Hulse.
Hulse, die als Kamerafrau arbeitet und freiberuflich bei verschiedenen Firmen tätig ist, sagte, dass dies das erste Mal gewesen sei, dass sie auf Grund ihres Aussehens nach Hause geschickt wurde. „Vielleicht beschäftigt diese Firma nur schlichter aussehende Leute und vielleicht nehmen sie keine Menschen, die anders aussehen. Vielleicht war ich eine Ablenkung,“ erzählt sie dem Evening Standard mit dem Zusatz, dass „du in einer kreativen Agentur frei sein solltest, zu tragen, was du möchtest.“
Adam Luckwell, der Besitzer von UNIT TV, sagte, dass der Angestellte, der sie angeblich nach Hause geschickt hatte, nach drei Monaten Probezeit gefeuert worden sei. Er sagte über den ehemaligen Mitarbeite, dass „es mehrere Dinge gab, mit denen wir nicht zufrieden waren“. „Wir haben uns dazu entschlossen, das Arbeitsverhältnis nicht fortzuführen und den Vertrag innerhalb der drei Monate aufzulösen“, erklärte er dem Evening Standard. „Wir hatten das Gefühl, dass er und einige Dinge, die er getan hat, nicht zu unserer Firmenpolitik passen.“
Wenn solche Ereignisse sich 2017 in einer Stadt wie London abspielen, wird man den unangenehmen Verdacht nicht los, dass Frauen nicht gewinnen können, ganz egal ob zu aufreizend oder zu schlicht.
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