Geschichtsstunde: Essen wie in der Steinzeit ist gesund

Anne Mühlmeier ist ein internationales Model und Schauspielerin und lebt heute in Berlin. Im Laufe ihrer Modelkarriere hat sie wahrscheinlich jede Diät der Welt mal ausprobiert, nur um zu lernen, dass dogmatische Ernährungsformen nicht gesund sind und nicht glücklich machen. Umso mehr liebt sie es heute, gesundes und abwechslungsreiches Essen zu zaubern. Für Refinery29 Germany stellt sie jede Woche nicht nur die leckersten Rezepte vor, sondern liefert auch genügend Hintergrundwissen zu den Produkten, damit das Nachkochen noch mehr Spaß macht. Mehr gibt's bei Instagram @foodbyannie .

Die Paleo-Ernährung hat für mich eine ziemlich große Bedeutung. Nach der Philosophie hinter der „Steinzeitdiät“ orientiert sich mein heutige Ernährung größtenteils: Clean eating, kein Zucker, viel Gemüse und hochwertiges Eiweiß sind die Grundregeln meiner Ernährung.
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by Anne Mühlmeier
Darum liegt es mir am Herzen euch kurz zu erzählen, was so wichtig und toll an Paleo ist. Es geht dabei um Lebensmittelqualität und Nachhaltigkeit und um die Verwendung von unverarbeiteten und nährstoffreichen Lebensmitteln. Gemüse, Obst, Nüsse, Samen, Fleisch, Fisch, Eier, gesunde Fette, aber auch Bewegung und genügend Schlaf sind elementare Grundlagen der Paleo-Philosophie. Clean Eating wird also groß geschrieben. Man soll möglichst wenig verarbeitetes Essen verwenden und dafür dem Körper all das geben, was er „wirklich“ braucht.

Der größte Teil der Lebensmittelpyramide von Paleo-Fans sind Gemüse und Wurzeln. Sie dienen als Ballaststoffquellen, die wichtig für eine gute Verdauung und unseren Stoffwechsel sind. Darum passt dieses Rezept so gut in den Herbst, denn da hat Wurzelgemüse seinen großen Auftritt.

Leider wird Paleo immer etwas belächelt – und auch ich bin kein Fan von extremen Ausführungen –, aber ich finde den Grundansatz großartig und inspirierend. Ab und zu mache ich eine Woche oder auch mal ganze 30 Tage Paleo und verzichte dann auf Milchprodukte und morgens auf meine Sojamilch im Kaffee. Ich freue mich immer auf diese Zeit und meinem Körper tut das ganze sehr gut.

Die kleine Besonderheit an diesem Rezept sind die Erdnussstückchen, die dem Gemüse eine Art Kruste geben. Jede andere Nuss ist dafür auch geeignet; und die Erdnuss ist eigentlich auch nicht die Lieblingsnuss „richtiger“ Paleo-Fans. Sie gilt eigentlich als Hülsenfrucht und passt somit nicht in ihre Lebensmittelliste.

Aber ich denke, den Mittelweg zu finden und sich von allem genau das zu holen, was einem gut tut und auch schmeckt, ist genau der richtige der Weg, um seine eigene optimale Ernährungsform zu finden.
by Anne Mühlmeier
Zutaten für 2 Bleche:
- ca. 120 g Erdnüsse
- 5 kleine junge Bio-Karotten
- 80 g Frühlingszwiebel
- 1 mittelgroßer Kohlrabi
- 5 kleine (junge) Bio rote Beete (auf meinem Foto ist auch gelbe Beete zu sehen)
- 2 Knoblauch
- 8 EL Olivenöl
- Meersalz, Pfeffer

Let’s go:
1. Backofen auf 200°C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier vorbereiten.
2. Die Erdnüsse hacken, in der Küchenmaschine (oder im Blitzhacker) zerhacken, jedoch nicht zu fein. Karotten, rote Beete und Frühlingszwiebel gut putzen. Die Kohlrabi schälen. Die rote Beete vierteln, die Karotten halbieren und die Kohlrabi dann in gleich große Stifte schneiden. Den Knoblauch quer halbieren.
3. Das ganze Gemüse in eine große Schüssel mit dem Öl und den Erdnüssen. Mit ausreichend Salz und Pfeffer würzen, alles gut vermengen und auf dem Blech verteilen.
4. Nun für 30 Minuten backen, anrichten und genießen.
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