Häftlinge & ein Penis bei Germany's Next Topmodel

Foto: Instagram @christina.topmodel.2018 / © Prosieben/ Martin Ehleben
Mittlerweile habe ich mich damit abgefunden, dass ich hin und wieder Germany's Next Topmodel by Heidi Klum mit offenem Mund oder weit aufgerissenen Augen anschaue. Anders ist es ja auch nicht gewollt. Nach zwei recht öden Folgen mit Dancebattle und Videoshoot sowie wildem Einhornritt und Cro-Auftritt musste mal wieder Zündstoff für die Medien, pardon Mädchen, her. Schließlich sind bei Prosieben ja Profis am Werk. Also schüttelte sich das Produktionsteam in der gestrigen, siebten Folge ein sehr nacktes und extrem sexistisches (beidseitig übrigens) Konzept aus dem Ärmel. Zuerst gab es ein Shooting mit Überraschungsgast (Spoiler: Es war ein nackter Mann). Die Mädchen rätselten, wer oder was sie am Set erwarten würde: ein wildes Tier, vielleicht eine Schlange? Die hatte sich zumindest Pia gewünscht. Später bei der Entscheidung kann sich die Modelmama den Spruch nicht verkneifen: „Naja, eine kleine Schlange hast du ja bekommen.“ Haha, lol, rofl. Am witzigsten findet sich Heidi selbst. Die Minderjährigen wurden vor der Schlange natürlich geschützt – mit einem fleischfarbenen Schlüpfer.
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Wir spulen mal vor zur Entscheidung. Boys, Boys, Boys ist das Thema der Folge und Jungs bekommen sie auch. Männer, die in orangfarbenen Jumpsuits hinter einem zwar vor körperlichen Zudringlichkeiten, aber nicht vor Worten schützenden Zaun stehen, brüllen die Mädels während ihres Jail-Walks an. Alles Schauspieler und Professionelle, wie auch schon der Typ mit der Schlange, versichert Heidi.

Boys, Boys, Boys für Heidis Mädchen

„Hey Girl, where you going with that ass? You smell good. Come here baby!“ Hach, Catcalling ist schon was Feines. Aber das kennen Heidis Mädchen ja wahrscheinlich wie jede Frau aus ihrem Alltag. Auch die Minderjährigen werden angegraben. Obwohl Prosieben ja so toll auf den Jugendschutz achtet, wie Heidi beim Shooting mit dem nackten Male Model noch einmal betont hat. Aber Jungenschutz schützt vor dummen Sprüchen nicht.
„Ich habe Angst vor den Häftlingen, weil ich sehr schreckhaft bin. Ich gehe auch nicht auf der Kirmes in Geisterhäuser rein, selbst wenn ich weiß, dass das Schauspieler sind, hab ich mega Angst davor.“ Für Sally war es „eine schlechte Woche gewesen“, sagt Heidi. „Beim Shooting hattest du einen netten jungen Mann neben dir, der war zwar nackt, aber so schwer ist das auch wieder nicht und selbst das hast du nicht hinbekommen.“ Mensch Mädel, jetzt reiß dich doch mal zusammen! (Ach nee, das ist ja Melanie Müllers Spruch aus dem Dschungelcamp, sorry!) Nimm dir mal ein Beispiel an Pia. Die fand nämlich, dass sich das bloßstellende Schaulaufen vor geiernden Männern „gut angefühlt“ hat.
Michael Michalsky und Heidi stellen währenddessen fest, dass scheinbaren Kriminelle nicht alle hässlich sind. „Der da vorne im Tanktop, der Blonde, ist gar nicht so schlecht.“ Außerdem sei der gefängnistypisch unebene Naturboden zum Laufen auf Highheels ein „Killer“, sagt Michalsky, selbst auf flachen Turnschuhen unterwegs, möchte mit seinem Vergleich aber keinem der Männer zu nahe treten. Nicht, dass noch einer ausbricht und den Juror zu einer langen Beziehung zwingt. Davon hatte er nämlich selbst noch keine, wie er später verrät.
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Mein tatsächliches Highlight der Show aber, neben meiner laufenden Favoritin Klaudia mit K (die heißt jetzt übrigens wirklich so, ganz offiziell), deren Plan es beim Shooting war, den „Lulu“ des Models einfach in die Hand zu nehmen, war Trixis ehrliche Freude über eine Einladung zum Casting in Paris. Sogar Heidi lacht beim Anblick von Trixis riesigem Grinsen aus vollem Herzen. Und die Gefangenen freuen sich auch. Hach, am Ende ist doch wieder alles Friede, Freude, Eier (-Kuchen).
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