Wie du eine Hochzeitseinladung absagst, ohne wie ein Arsch zu wirken

Illustration: Abbie Winters
Wenn ein seidiger, cremeweißer Umschlag in deinem Briefkasten landet, ist die Sache klar: Zwei Menschen heiraten und möchten, dass du an ihrem großen Tag mit von der Partie bist. Die erste Reaktion ist meistens, zuzusagen. Was aber, wenn du gar nicht so sicher bist, ob du auf dieser Hochzeit dabei sein möchtest oder kannst?
Es kann viele Gründe geben, wegen der du dich dazu entschließt, eine Hochzeitseinladung abzusagen: Die Kosten sind einfach zu hoch, oder man hat an dem Datum schon was Anderes vor. Doch gerade bei so etwas Persönlichem wie einer Hochzeit ist Fingerspitzengefühl gefragt. Die Form und Worte der Absage sollten wohlüberlegt sein, damit das Brautpaar die Reaktion nicht in den falschen Hals bekommt.
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Wir haben die Weddingplannerin Katie Balmer gefragt, wie man eine Hochzeitseinladung so elegant wie möglich absagt. Hier sind ihre Tipps.
Halte die Form ein
Wenn die Einladung formell erfolgt ist, sollte man sie ebenso formell absagen. Bedeutet: Wer einen Brief per Post erhalten hat, sollte auch in Form eines Briefes absagen. Kam die Einladung als E-Mail, reicht eine Absage-E-Mail. Um erst gar keine blöde Situation aufkommen zu lassen, empfiehlt Balmer, das Paar darüber hinaus in jedem Fall auch noch kurz anzurufen oder eine handgeschriebene Karte zu senden, um auszudrücken, dass man die Einladung zwar sehr zu schätzen weiß, es aber trotzdem nicht zur Feier schaffen wird.
Verschiebe deine Antwort nicht
Wenn du schon weißt, dass du nicht kommen kannst, teile es dem Brautpaar so früh wie möglich mit. „Im letzten Moment abzusagen ist schlechter Stil“, sagt Balmer. „Man versetzt das Paar in zusätzlichen Stress, indem man es dazu zwingt, Last-Minute-Änderungen beim Catering und der Sitzordnung vorzunehmen.“ Es kann unangenehm sein, eine Absage auszusprechen, deswegen schieben viele Leute so etwas vor sich her. Wenn du aber kurz nach Erhalt der Einladung absagst, hast du es einfach hinter dir.
Eine kurze Erklärung reicht
Es ist eine nette Geste, zu sagen, wieso du nicht kommen kannst. Das bedeutet aber nicht, dass du dein Herz ausschütten solltest. Halte deine Erklärung lieber kurz und bündig. Insbesondere dann, wenn du nicht an der Hochzeit teilnehmen kannst, weil die Kosten dein Budget übersteigen. Wer hier zu ehrlich ist, riskiert sonst, dass das Brautpaar ein schlechtes Gewissen bekommt. Notlügen wie „Wir sind an dem Wochenende leider verreist“ oder „Aus persönlichen Gründen schaffe ich es leider nicht, zu kommen“ sind in solchen Fällen durchaus in Ordnung.
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Rudere nicht zurück
Wenn du dich dazu entschieden hast, nicht an der Hochzeit teilzunehmen, bleibe dabei. „Wer ab- und wieder zusagt, bewirkt bei dem zukünftigen Ehepaar nur zusätzliche Arbeit. Wenn du zeitig absagst und dich für die Einladung bedankst, sollte das Paar Verständnis dafür haben.“ Dass du eventuell anschließend mit der Angst zu kämpfen hast, etwas zu verpassen, ist deine Sache.
Überleg’ dir was für das Paar
Selbst wenn du nicht an den Feierlichkeiten teilnimmst, gehört es zum guten Ton, sich etwas Nettes für das Hochzeitspaar zu überlegen. Was genau das ist, hängt davon ab, wie nah du den beiden stehst. Wenn ihr euch gut kennt, kannst du zum Beispiel deine Hilfe bei der Organisation des Junggesellinnenabschieds anbieten. So zeigst du, dass du trotzdem an ihrer Hochzeit teilhaben möchtest. Wer darauf keine Lust hat, kann die beiden auch zu einem schönen Abendessen einladen, um ihre Vermählung mit ihnen zu feiern. Wenn ihr nicht so eng seid, reicht eine Karte nach der Hochzeit, in der du gratulierst und den beiden alles Gute wünschst.
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