Unsicher, arrogant? Das verraten die Posen der größten Influencer über ihren Charakter

Die Arme tanzen über dem Kopf, das Gesicht ist lächelnd zur Seite gewandt und die Hüfte wippt im Takt – so präsentierte sich Stefanie Giesinger vor wenigen Wochen beim Coachella Festival. Die passenden Bilder gab es bei Instagram, wo es von ihren Followern selbstverständlich Likes hagelte. Aber was signalisiert das Model mit ihren Posen dem Betrachter eigentlich? Diese Frage haben wir Körpersprachenexpertin Monika Matschnig gestellt, die für uns sieben Bilder und die passenden Accounts großer deutscher Instagrammer analysiert hat.
Durch Selbstdarstellung und Inszenierung machen sich viele Frauen mit Unterstützung ihrer Follower heute via Social Media zum Star. Wie bewusst sie dabei ihre Körpersprache einsetzen, können die Fans wiederum nur erahnen. Monika Matschnig weiß es besser, denn sie ist nicht nur eine der gefragtesten Beraterinnen und Rednerinnen in dem Bereich Körpersprache und Wirkungskompetenz, sondern auch eine Bestsellerautorin von Sachbüchern zu diesem Thema. Während sie sich bisher unter anderem mit der Analyse von Schauspielern und Schauspielerinnen auf dem Roten Teppich oder Musikern auf der Bühne beschäftigt hat, sind heute auch Influencer auf Instagram, Facebook und all den anderen Plattformen für sie interessant.
Aber wie gut gelingt denen eigentlich das Spiel mit Selbstdarstellung und Körpersprache? „Semi-professionell“, sagt Matschnig. „Es ist ein schmaler Grat zwischen guter Inszenierung und Lächerlichkeit. Auch Influencer sollten sich vorher Tipps von Profis holen. Im Vorfeld muss eine Strategie festgelegt werden.“
Ganz ins Blaue hinein posieren und posten Giesinger, Reif oder Wyh also wohl nicht, auch wenn die Follower genau das denken sollen. Doch welchen Nutzen und welche Gefahren birgt die Möglichkeit der ständigen Selbstinszenierung? „Wir inszenieren uns, um eine Botschaft zu transportieren, um in einer bestimmten Art wahrgenommen zu werden. Problematisch wird es, wenn ich mich auf Social Media-Kanälen vollkommen anders gebe als in der Realität.“