Kate Hudson im Interview: „Ich liebe es, mit dem Fahrrad durch Berlin zu fahren”

Foto: Cyberobics
Die coolste Badass-Mama, diese herzhafte Lache und Feminismus. Die Themen in meinem Kopf haben bereits mit dem Workout begonnen und springen wild, während ich noch auf Kate Hudson warte. Ich habe sportliche Erwartungen an das Gespräch mit dem Hollywoodstar, ist sie doch eigentlich nach Berlin gekommen, um über ihr neuestes Projekt zu sprechen: Für Cyberobics gibt die 37-Jährige nun virtuelle Fitnesskurse – mal schauen, wie flexibel sie ist. Auf die Plätze, fertig, los.

[Aufwärmphase]

Kate, warum bist du jetzt Trainerin für Cyberobics?
Für mich geht es um Motivation: Ich will Leuten helfen, gesund zu sein. Ich denke, wenn man sich stark und gut fühlt, dann bringt das mental sehr viel. Man bekommt dadurch ein besseres Aufnahme- und Erinnerungsvermögen. Und natürlich auch mehr Selbstbewusstsein.

Was willst du konkret vermitteln?
Dass Fitness happy macht: Sei bewusst indem was du isst, was du tust, was du sagst oder welche Medizin du zu dir nimmst – in jedem Bereich. Wenn du gesund sein willst, dann musst du auch anfangen, etwas für dich zu tun.

Ganz ehrlich: Macht dich ein anstrengendes Workout wirklich happy?
Ich würde lügen, wenn ich sage, dass es das Training an sich ist, dass mich glücklich macht. Es ist das Gefühl danach. Ich fühle mich so gut, wenn ich etwas für meinen Körper getan habe – und das treibt mich an. Ich habe dann das Gefühl, dass ich etwas geleistet habe. Und nach einer Weile wird das dann zu einem wichtigen Teil und Ausgleich des Alltags.

Wie motivierst du dich?
Meine Freunde motivieren mich. Wir posten alle unsere Trainingsergebnisse in eine Gruppe und treiben uns gegenseitig an. [Sie zückt ihr Smartphone und hält es mir unter die Nase. Ich hoffe schon auf den Blick in die WhatsApp-Gruppe mit Jessica Alba und Nicole Ritchie...] Ich nutze diese Fitness-App, in die ich alles eingebe, was mein Sport und Essverhalten angeht. Hier habe ich mein Wissen über Ernährung her. [lacht]

[Powerphase]

Bitte sag, dass du auch mal Pizza isst.
Ja, manchmal esse ich Pizza [lacht]. Manchmal muss es eben sein, auch wenn ich weiß, dass es nicht gut für mich ist.

Bedeutet Sport für dich auch Selbstbestimmung?
Ich bin auf jeden Fall eine zielstrebige Person, ja. Ich mag es, mir selbst Ziele zu setzen. Ich mag es, mich stark zu fühlen, gut zu fühlen. Ich habe eine Athletenmentalität. Okay, sagen wir, ich habe eher eine frustrierte Athletenmentalität. Die Athletin, die nie eine wurde. [lacht]

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Foto: Irma Cirikovic
Du sagtest einmal, dass jeder Feminist sein sollte – meinst du, man kann Frauen auch durch Sport stärken?
Absolut, ich will vor allem Frauen motivieren, etwas für sich selbst zu tun. Uns werden so oft von anderen Gründe gegeben, uns nicht wohl in unserer Haut zu fühlen. Deshalb sollten wir uns selbst helfen, damit wir fit und stark sind.

Ich liebe übrigens deine Mutter Goldie Hawn.
Ich auch [lacht]

Machst du mit deiner Mama auch Sport?

Hin und wieder gehen wir wandern. Aber sie ist so beschäftigt – wenn wir uns dann tatsächlich sehen, wollen wir quatschen. Qualitytime miteinander genießen, statt zu trainieren. Dann darf sie auch einfach mal Oma sein und mit ihren Enkeln spielen. Das ist mir dann in dem Moment viel mehr wert.

Wenn wir schon bei starken Frauen sind: Barbara Becker ist auch eine Cyberobics-Trainerin. Kanntest du sie vorher schon?
Meine Mom hat sie mir mal vorgestellt in Miami, aber da war ich gefühlt noch ein Baby. Ich finde sie super. Sie geht genau so leidenschaftlich an die Sache heran, wie ich.

Verrätst du mir deine beste Berlin-Story?
Du willst, dass ich dir etwas über wilde Partys erzähle, oder? [lacht] Klingt jetzt bestimmt langweilig, aber ich liebe es in Berlin Fahrrad zu fahren. Wenn ich mit den Kindern da bin und Zeit habe, mieten wir uns Fahrräder und erkunden die Stadt.

[Cool-Down-Phase]

Wie schaffst du es eigentlich als Mama und mit vollem Terminkalender noch Zeit für Sport zu finden?
Ich versuche jeden Tag etwas zu machen, aber das bedeutet nicht, dass ich jeden Tag Stunden mit Sport zubringe. Meine Tage sind so unterschiedlich, es kommt immer auf den Tag an. Ich nutze hauptsächlich die Zeit, wenn meine Kids in der Schule sind. An manchen Tagen mache ich auch nichts, da bin ich dann einfach Mutter.

Kommen deine beiden Söhne in Sachen Fitness nach dir?
Ryder ist verrückt nach Football. Er liebt es die Spiele anzuschauen und auch selbst auf dem Feld zu sein. Er ist talentiert – und das sag ich nicht nur, weil ich seine Mutter bin. [lacht] Bingham ist eher der Musiker in der Familie. Bevor er laufen konnte, hat er schon Schlagzeug gespielt.

Warst du auch als Kind schon sportlich?
Sportlichkeit ist bei uns totale Familiensache: Als ich drei Jahre alt war, hat mich meine Mutter in der Tanzschule angemeldet. Ab da habe ich vier mal die Woche getanzt, irgendwann kam dann Fußball dazu. Mit 14 war Kicken das Wichtigste für mich. Mit 17 habe ich dann Yoga für mich entdeckt.

[Interview-Workout erfolgreich abgeschlossen]

Mit 14 Jahren war Fußball das Wichtigste für mich.

Kate Hudson
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