Kiffen kann auch Jahre nach dem letzten Joint dem ungeborenen Kind schaden

Foto: Rachel Cabitt
Jugendsünden gibt es viele, aber die jungen Jahre sind ja irgendwie auch dafür da, sich auszuprobieren und Fehler zu machen. Manche Outfits, beziehungsweise die Beweisfotos davon, würde man am liebsten verbrennen, einige Lebensabschnittspartner*innen gern aus der Erinnerung ausradieren oder die eine oder andere alkohol- oder drogengetriebene Nacht ungeschehen machen. In den seltensten Fällen aber bereut man einen Joint, den man sich ab und zu in geselliger Runde durchgegeben oder sich nach einem langen Arbeitstag vor dem Fernseher gegönnt hat. Diese Unbeschwertheit könnte sich jedoch im blauen Dunst verziehen, denn diverse Langzeitstudien beweisen, dass Kiffen das Erbgut von Männern und Frauen nachhaltig schädigt und somit negative Auswirkungen auf künftige Generationen hat.
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Kiffen schädigt das Erbgut von Eltern

Bereits vor vier Jahren berichtete die Welt, dass der Konsum von Marihuana die Form von Spermien verändern und somit die Zeugungsfähigkeit von Männern mindern würde. Allan Pacey, einer der führenden Forscher der Studie an der britischen Sheffield Universität, riet in dem Artikel jungen Menschen: „Wenn Sie irgendwann eine Familie gründen möchten, kiffen Sie lieber nicht mehr.“ Jetzt schreibt auch die Daily Mail über die langfristig erbgutverändernden Nebenwirkungen des Kiffens in Bezug auf die Eizellen junger Frauen, die erst Jahre später Mütter werden wollen. Es würde also nicht ausreichen, das Kiffen aufzugeben, sobald ein Schwangerschaftswunsch besteht, so wie es beim Rauchen normaler Zigaretten der Fall ist.

Wenn Sie irgendwann eine Familie gründen möchten, kiffen Sie lieber nicht mehr.

Allan Pacey, Universität von Sheffield
Im Rahmen einer weiteren Studie der Icahn Medical School in New York wurde Ratten zunächst THC verabreicht und dann wieder abgesetzt. Später wurden die Tiere zur Fortpflanzung angeregt. Die Nachkommen der konsumierenden Ratten zeigten eher Suchtverhalten als die Babys cleaner Mutter- und Vatertiere. Daraus schließt die Hauptforscherin der Untersuchung, Henrietta Szutorisz, dass sich dieses Verhalten auch auf Menschen anwenden lässt.
Auch wenn Cannabis durchaus gewisse medizinische Vorzüge hat, beispielsweise schmerzlindernd, krampflösend und schlaffördernd wirken kann, kommen immer mehr langfristige Nebenwirkungen ans Licht, die sich regelmäßige Konsument*innen vor dem Anzünden des nächsten Joints durchaus ins Gedächtnis rufen sollten. Besonders wenn es sich um irreversible Schäden im Erbgut handelt oder die Wahrscheinlichkeit des Nachwuchses, später selbst Süchte zu entwickeln, erhöht. Was man so einst als Jugendsünde angesehen hat, kann eben doch schwerwiegende Folgen in der Zukunft haben.
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