Make-Up mit Lichtschutzfaktor – eine Sonnencreme-Alternative?

Gleich vorweg: SPF-Make-Up ersetzt im Sommer AUF KEINEN FALL die Sonnencreme. Eine Foundation mit Lichtschutzfaktor ist eine gute Lösung für bewölkte Herbst und Wintertage, von Mai bis September ist sie allerdings höchstens als Unterstützung des normalen Sonnenschutzes brauchbar.

Denn, ja, es ist wahr: Man sollte jeden Tag und zu jeder Jahreszeit einen angemessenen Lichtschutzfaktor im Gesicht tragen. Die Haut ist nämlich nicht erst von der Sonne beansprucht, wenn ihr einen sichtbaren Sonnenbrand habt. Nur mit dem richtigen Sonnenschutz könnt ihr Hautkrankheiten und zusätzliche Faltenbildung verhindern.

Allein aufgetragen hat eine Foundation mit noch so hohem Lichtschutzfaktor einfach nicht genug Deckkraft um euch denselben Effekt zu liefern. Um nur mit Make-Up einen ausreichenden Sonnenschutz zu erhalten, müsstet ihr die Foundation 7-mal so dick auftragen, bei Puder mit SPF sogar ungefähr die 14-fache Menge.

Es ist allerdings möglich, Sonnencreme und Foundation mit SPF erfolgreich zu vereinen. Dafür müsst ihr euch nur an folgende Regeln halten:


1. Sonnencreme großzügig und gründlich auftragen


Ungefähr einen Teelöffel Sonnencreme super gleichmäßig auf Gesicht, Hals und Dekolleté auftragen. Dabei Ohren, Lippen und Nacken (zumindest bei hochgesteckten Haaren) nicht vergessen! Falls man zu Hautirritationen um die Augen neigt, gibt es übrigens auch extra feine Augen-Sonnencreme.



2. Foundation oder getönte Feuchtigkeitscreme mit SPF

Wie gesagt, SPF-Foundation ist keine Alternative zur Sonnencreme. Selbstverständlich kann sie aber über dem klassischen Sonnenschutz aufgetragen werden und verstärkt dann den Schutzfaktor auch entsprechend. Es gibt übrigens auch Lippenpflege und stark deckende Lippenstifte mit Lichtschutzfaktor.

Wichtig: Zwischen Sonnencreme und Foundation idealerweise eine gute halbe Stunde warten, damit die Sonnencreme gut einziehen kann und ihr sie nicht beim Schminken verwischt und damit ungleichmäßig macht!



3. Pudern!

Experten empfehlen, nach Sonnencreme und Foundation ein gepresstes Puder mit Lichtschutzfaktor mit einem Schwamm-Applikator aufzutragen. Die Partikel des Puders liefern ein klein wenig zusätzlichen Sonnenschutz und helfen Sonnencreme und Foundation oder Feuchtigkeitscreme an ihrem Platz zu halten.



4. Touch-Ups

Leider, leider reicht es nicht den Sonnenschutz nur einmal morgens vorm Verlassen des Hauses aufzutragen. Wenn ihr richtig gut seid, wiederholt ihr die Prozedur sogar alle 2(!) Stunden – zumindest wenn ihr viel Zeit an der frischen Luft verbringt. Aber auch wenn ihr den ganzen Tag zuhause, im Büro oder Auto sitzt, solltet ihr den empfindlichen Gesichts- und Dekolleté-Bereich schützen. Entgegen weitverbreiteter anderweitiger Auffassung, gehen UV-Strahlen nämlich leider auch durch Glas. Auch hier wird ein Touch-Up in der Mittagspause wärmstens empfohlen. Häufiges Auffrischen ist natürlich besonders nervig, wenn man auch noch Make-Up trägt. Schon allein aus diesem Grund ist weniger im Sommer einfach mehr. Ein treuer Freund und Helfer an heißen Tagen: Make-Up-Wipes und eine Sonnencreme mit hoher integrierter Feuchtigkeitspflege.



Hier sind ein paar Produkte, die erfunden wurden, um uns das Schwitzen im Alltag attraktiver zu machen:

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