So hältst du deine Vorsätze 2018 länger als eine Woche durch

Foto: Andi Elloway
Wer kennt es nicht? Gerade erst haben wir uns die Vorsätze für 2017 gesetzt und sind zwei, drei Wochen regelmäßig zum Spinning gegangen und haben zumindest bis Ostern halbwegs gesund gegessen – und schon ist wieder ein Jahr voll mit gebrochenen Vorsätzen verflogen. Während wir unterm Strich alle das Jahr natürlich to the fullest genossen haben, sorgt der Selbstoptimierungswahn dafür, dass wir uns auch ein Jahr später wieder neue Vorsätze machen. Die wir natürlich endlich umsetzen und durchhalten, wirklich!
Interessanterweise gehören Neujahrsvorsätze trotz hoher Frustrationsgefahr genauso zum Jahreswechsel wie Bleigießen, Raketen und Raclette. Dabei müssten wir gar nicht frustriert sein, wenn wir doch einmal wieder schwach werden. Mit zwei kleinen Tipps können wir die Vorsätze 2018 nämlich tatsächlich langfristig durchhalten.
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Nicht zu viel auf einmal vornehmen!
Sport und gesunde Ernährung stehen schon seit Jahren auf der To-do-in-year-x-list, dass sie schon keiner gesonderten Erwähnung bedürfen? Aber dieses Jahr möchtest du gerne auch zum Frühaufsteher werden, mehr lesen und endlich das Schul-Spanisch wieder auffrischen? Go for it! Aber bitte nicht alles auf einmal anfangen. Zwar braucht der Mensch laut einer Studie des University College London durchschnittlich etwa 66 Tage um eine Handlung zur Gewohnheit werden zu lassen, aber jedes einzelne Vorhaben verbraucht Ressourcen – und wenn es schlicht und ergreifend die Zeit ist.
Nehmt euch also den Vorsatz, der euch am wichtigsten ist und womöglich am meisten Kraft erfordert, macht ihn zur Gewohnheit und dann könnt ihr den nächsten Vorsatz angehen. Geduld lohnt sich. Laut Untersuchungen sind die Erfolgschancen, einen Vorsatz über ein Jahr durchzuhalten, bei 85 Prozent. Versucht man zwei Vorsätze auf einmal umzusetzen, sinken die Erfolgschancen bereits auf 35 Prozent. Und möchte man gleich drei Dinge verändern, liegen die Erfolgschancen nur noch bei unter 5 Prozent.
Macht es euch bequem!
Nutzt die Routinen, die ihr schon habt und verknüpft mit ihnen neue Gewohnheiten oder solche, die es werden sollen. Ihr putzt seit Jahrzehnten selbstverständlich morgens und abends eure Zähne, ohne groß darüber nachzudenken, auch das Haarekämmen passiert automatisch. Die Kaffeemaschine wird noch im Halbschlaf angemacht und abends wird wie selbstverständlich das Handy ans Ladekabel gehängt. Dann legt doch die Zahnseide statt tief in die Schublade direkt neben die Zahnpasta. Mischt euch den grünen Smoothie, während die Kaffeemaschine warmläuft. Und legt euch das Buch, das ihr seit Wochen lesen wollt genau dort hin, wo ihr am Ende des Tages euer Handy parkt.
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