PMS: Was dein Körper in dieser Zeit durchmacht & was dagegen hilft

Illustration: Abbie Winters.
Frauen werden immer wieder mit altbackenen Plattitüden konfrontiert, wenn es um die Periode geht: Dabei ist sie das natürliche Zeichen des Frauseins, eine wunderschöne Erinnerung daran, dass dein Körper Leben in diese Welt gebären kann, und vieles mehr. Die Periode ist ein glorreicher Mechanismus des menschlichen Körpers, aber es gibt da eben ein, zwei oder sogar zehn Dinge, die du währenddessen gerne missen würdest, wenn du könntest. Kurz gesagt: alle Symptome des PMS.
PMS steht für prämenstruelles Syndrom und ist ein weit verbreitetes Phänomen: Laut der US-amerikanischen Medizindatenbank National Library of Medicine leiden rund 15 von 20 Frauen, die eine Monatsblutung haben unter mindestens einem der bekannten PMS-Symptome. Wenn du also jeden Monat zur gleichen Zeit Brust- oder Kopfschmerzen hast, wesentlich emotionaler bist oder dein Magen bis zum Anschlag rumort, dann bist du keineswegs alleine.
Für die meisten Frauen sind PMS-Symptome auszuhalten. Einige berichten sogar davon, dass die sieben bis zehn Tage vor der Menstruation zu ihren produktivsten und besten zählen. Doch für viele andere reicht diese prämenstruelle Phase von Frustration und Trauer bis zu Verzweiflung.
Obwohl Wissenschaftler*innen immer wieder vermuten, dass die Symptome auf die zyklusbedingten Schwankungen im Hormonhaushalt zurückzuführen sind, wurde gleichzeitig auch wiederholt festgestellt, dass zahlreiche Frauen mit PMS keine auffälligen Hormonlevel aufwiesen. „Wir wissen noch immer nicht genau, was die genaue Ursache von PMS ist, deshalb sind alle Theorien diesbezüglich eben nur Theorien“, sagt Dr. Raquel B. Dardik vom gynäkologischen Joan H. Tisch Center für weibliche Gesundheit und Reproduktion der New York University. So kann es unter Umständen sein, dass das Stresslevel, andere gesundheitliche Faktoren oder gar kulturelle und soziale Hintergründe zum Erleben von PMS-Symptomen beitragen. Frauen, die in westlichen Kulturen geboren wurden, neigen beispielsweise durchschnittlich häufiger zu Verstimmungen, was darauf hinweist, dass andere Druckfaktoren im Spiel sind.
Wenn du also bemerkst, dass deine Periode stärker oder dein PMS intensiver wird, zögere bitte nicht, einen Arzt oder eine Ärztin hierfür aufzusuchen. Leicht handhabbare Symptome können bei jeder Frau gelegentlich vorkommen, aber stark beeinträchtigende Erscheinungen könnten immer auch ein Hinweis auf ernstzunehmende Umstände wie etwa eine Schwangerschaft, eine Infektion oder schwere Krankheit sein. Auch Dr. Dardik rät dazu, die Symptome genau im Blick zu behalten, da dir nur der klare Überblick dabei helfen kann, die chronischen Nebenerscheinungen einzudämmen.
Für die einzelnen Symptome, die bekanntermaßen unter PMS laufen, haben wir in den folgenden Slides Tipps und Tricks zum Lindern parat.
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