Kennst du schon „Rage Yoga“? Hier findet man mit Schreien innere Ruhe

Hattest du schon mal das Bedürfnis in den Wald raus zu fahren um deiner Wut freien Lauf zu lassen oder wie wild in dein Kissen zu schreien? Weil du einfach stinksauer bist und der ganze Frust einfach mal raus muss? Ja? Hast du auch schon mal dran gedacht, beim Schreien Yoga zu machen? Nein? Wieso eigentlich nicht?
Beim Yoga soll man zu sich selbst finden und zur Ruhe kommen. Das ist schon schwer genug und wenn man dann noch einen schlechten Tag hat, schier unmöglich. Manchmal ist man einfach sauer und wütend. Doch dann ganz auf den liebsten Sport zu verzichten ist auch keine Lösung. Die Wut beim Sonnengruß rausschreien, schon! Dank des sogenannten „Rage Yoga“ kann man jetzt richtig angepisst zum Sport gehen und befreit wieder herauskommen.
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So war es beim "Rage Yoga"

Wir haben uns getraut und besuchten am Weltmädchentag im Rahmen der „Pussy is Power“-Kampagne der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung eine Veranstaltung mit anschließendem, wütendem Yoga. Genug Gründe, um als Frau momentan sauer zu sein, gibt es in der Tat viele. 130 Millionen Mädchen können weltweit nicht zur Schule gehen, 124 Millionen Frauen haben immer noch keinen Zugang zu Verhütungsmitteln, da fällt die Selbstbestimmung in der Tat schwer.
Lindsay Istace kommt aus Kanada, ist Yogatrainerin und hatte die Idee zum „Rage Yoga“. Für sie ist die Sportart eine Form von Empowerment. Ein Grund, wieso die Veranstalter sie für ihre feministische Powerkampagne gewinnen konnten. Sie meint, dass viele klassische Yoga-Arten „fantastisch für viele Leute funktionieren, aber eben nicht für alle“. Es schwirrt einem manchmal eben so viel „Bullshit“ durch den Kopf, der nur darauf wartet, freigelassen zu werden. Beim Yoga geht es darum, zu sich zu finden und das bedeutet für manche, dass sie auf Blockarden stoßen. Mit lauten „Args“ und „Rawrs“ kann man diese tatsächlich lösen. Eingebaut werden die Schreier übrigens an Stelle des lauten Ausatmens. Ich, als Versuchskaninchen habe mich nach der Stunde zumindest super gefühlt. Zum einen wegen der Stunde Bewegung und Besinnung, zum anderen, weil das Schreien tatsächlich befreiend war. Ich stellte mir vor welche tiefsitzenden Frustrationen ich herausbrüllen wollte und ging am Ende mit einer lockeren Hüfte und einem Grinsen nach Hause.
Du möchtest der „Pussy is Power“-Kampagne deine Solidarität zeigen und jungen Frauen und Mädchen in Kenia helfen? Dann sende einfach das Wort „Pussy“ an die 44844 und spende automatisch 5 Euro an die Stiftung.
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