Was es bedeutet, wenn du nachts zu diesen Uhrzeiten aufwachst

Verschiedene Studien berichten derzeit davon, dass immer mehr Menschen an Schlafstörungen leiden – streng genommen handelt es sich zwar um kein neues Phänomen, aber durchaus eines, das Grund zur Sorge bieten kann. Wer schlecht einschläft und kurz darauf wieder aufwacht oder jede Nacht zur selben Zeit aus dem Schlaf gerissen wird, sollte seinem Körper zuhören. Denn vermutlich will er uns etwas damit sagen. Einer von vielen Gründen, warum wir schlecht schlafen, kann ein erhöhter Cortisolspiegel sein, sprich ein vermehrter Ausstoß von Stresshormonen. Aber auch andere Ursachen können für Schlafstörungen verantwortlich sein.
Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) erklärt viele gesundheitliche Probleme und auch Schlafschwierigkeiten mit einem Ungleichgewicht zwischen Yin und Yang, was im Endeffekt bedeutet, dass die Balance zwischen dem Innen und Außen gestört ist. Der Körper reagiert zum Beispiel auf neuronale Impulse, aber auch auf Gedanken und Gefühle, die uns plagen. Wenn wir also im Schlaf aufwachen, kann dies beispielsweise ein Hinweis darauf sein, dass der Körper auf einen Konflikt reagiert, der nicht gelöst ist. Doch was genau hat es zu bedeuten, wenn wir in bestimmten Schlafphasen ( etwa um 23 Uhr abends, um 2 Uhr nachts oder 5 Uhr in der Früh) aufwachen? Die chinesische Medizin hat da ein paar einleuchtende Erklärungen, die unter anderem auch in Zusammenhang mit der TCM Organuhr, also der temporär höheren Beanspruchung unserer Organe, stehen:
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Du kannst zwischen 21 und 23 Uhr nicht einschlafen?

Du bist gestresst. Wenn du schlecht einschlafen kannst, dann sind wahrscheinlich noch aktive Stresshormone wie Cortisol oder Noradrenalin verantwortlich dafür. Die Muskeln stehen weiterhin unter Spannung, du bleibst in permanenter Alarmbereitschaft. Der anhaltende Stress verhindert, dass der Körper endlich entspannen kann und zur Ruhe kommt. Und wen wundert's, dass das Runterkommen heutzutage manchmal gar nicht so einfach ist. Eine Möglichkeit, schneller in den Entspannungsmodus zu gelangen, ist das so genannte Yoga Nidra, bei dem du vor dem Einschlafen meditative Entspannungsübungen machst.

Du wachst regelmäßig zwischen 23 Uhr und 1 Uhr nachts auf?

Du bist emotional aufgewühlt. Nach der traditionellen chinesischen Medizin steht eine Unterbrechung des Schlafs zwischen 23 und 1 Uhr für eine Überaktivität der Gallenblase, die wiederum ein Zeichen für eine Verletzung emotionaler Art oder aber eine Enttäuschung sein kann. Denke in Ruhe darüber nach, was dich eventuell beschäftigt und entwickel' eine Lösung, wie du das Problem aus dem Weg räumen kannst bzw. mit wem du vielleicht dringend Frieden schließen sollest, um deinen eigenen Seelenfrieden wiederzufinden.
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Zwischen 1 Uhr und 3 Uhr nachts wirst du aus deinen Träumen gerissen?

Du bist wütend. Wer oder was ist dir über die Leber gelaufen? Der oft lapidar dahin gesagte Spruch bekommt in der chinesischen Medizin eine ganz neue Bedeutung. Die Leber wird zu dieser Zeit ohnehin schon stark beansprucht, da der Körper laut Organuhr zwischen 1 und 3 entgiftet. Ist man zusätzlich noch wütend auf jemanden, hat Ärger oder ist einfach nur traurig, belasten diese Gefühle die Leber zusätzlich, was in der Folge zu Schlaflosigkeit führen kann. Suche dir also umgehend einen Weg, um deine Wut herauszulassen, damit du wieder durchschlafen kannst.
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Du wachst zwischen 3 Uhr und 5 Uhr morgens auf?

Du durchlebst eine Phase der Trauer. Falls du in der Zeit zwischen 3 Uhr und 5 Uhr morgens regelmäßig keinen Schlaf findest, könnte dies damit zu tun haben, dass deine Lungen überstrapaziert sind. Die Lunge wiederum wird in der TCM immer wieder mit Themen der Trauer in Verbindung gebracht. Und da die Lunge, wie die auch die Haut, als so genanntes „Loslass-Organ“ gilt, sollten wir auch alles ausprobieren, was uns beim Loslassen helfen kann.

Du wachst früh zwischen 5 Uhr und 7 Uhr auf?

Du hast eine emotionale Blockade. Man sagt, dass größere Sorgen, starke Traurigkeit und manchmal auch Reue gerade in den frühen Morgenstunden eine Rolle spielen und uns sprichwörtlich „wachhalten“. Besonders der Darm ist zu dieser Zeit sehr aktiv. Dieser steht laut der chinesischen Medizin in Relation mit der notwendigen Abgrenzung zwischen unserem Inneren und unserem Außen. Hallo Selbstabgrenzung. Von allem, was uns nicht gut tut oder uns belastet, sollten wir uns schleunigst trennen. Nicht immer nur Ja, sondern auch mal Nein sagen. Dann kann man morgens auch wieder ausschlafen und liegt nicht bereits vor Sonnenaufgang wach im Bett und dreht Däumchen.
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