Lara Croft ist mehr als nur Brüste: Hört auf, über Alicia Vikanders Dekolleté zu urteilen

Body Shaming ist für mich eine widerwärtige Krankheit unserer Zeit, sie ist fies und hinterhältig, kann den Betroffenen richtig umhauen. Und sie wuchert und wuchert, die ätzenden Symptome sind vielseitig: zum Beispiel das Symptom Boob Shaming, das nun auch Alicia Vikander erwischt hat.
Da hat die Frau einen Oscar für die beste Nebenrolle in The Danish Girl bekommen, sich also mit ihrem Handwerk und Talent bewiesen – und bei der News, dass sie nun die junge Lara Croft verkörpern wird, lästern Leute lieber über ihre Oberweite, anstatt sich über den vielversprechenden Cast zu freuen.
Seit die ersten Bilder vom „Tomb Raider“-Set öffentlich sind, werden ihre Maße beäugt. 2001 und 2003 spielte Angelina Jolie die Abenteurerin auf der Leinwand, jetzt kommen die Fans mit der Brustverkleinerung der Hauptrolle nicht klar. „Lara Croft hatte Brüste. Das ist nicht sie", twitterte Pepe Ashikenshin, ein andrer LC-Fan postete ein fieses Meme, auf dem Schauspieler Matt LeBlanc im Sand steckt und ihm ein Stranddekolleté gebaut wurde. Ich finde, das ist unter aller Sau.
Sind wir gesellschaftlich nicht weiter, dass wir eine überzeichnete Computerfigur mit einem echten Frauenkörper vergleichen? Ich hoffe nur, dass die schöne Alicia Vikander über die dumme Body-Nörgelei lachen kann und sich nicht wie andere Frauen von den Beschwerden unterkriegen lässt.
Der Trost ist: Man kann sich vom Body Shaming erholen, doch Pech haben die, die über Frauen urteilen und sie niedermachen, denn Dummheit ist bekanntlich nicht heilbar.
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