Gut für Haare & Geldbeutel: So kannst du dir teures Shampoo leisten

Photographed by Lauren Maccabbee.
Wenn du das große Glück hast, einen Termin bei der französischen Hair-Stylist-Ikone Yves Durif ergattert zu haben, kannst du dich auf einen Friseurbesuch der Extraklasse freuen (vorausgesetzt, du hast das nötige Kleingeld im Portemonnaie und bist zufällig gerade in Manhattan). Im Salon im New Yorker Carlyle Hotels erwarten dich Champagner, superfancy Sprudelwasser, himmlische Kopfmassagen und sogar ein privater Styling-Raum – sofern, du eine eigene Profilseite bei der bekanntesten Film- und Promi-Datenbank der Welt IMDb hast, versteht sich.
Jetzt kannst du dir vielleicht vorstellen, warum ich ziemlich überrascht war, als ich hörte, dass gerade dort das Shampoo mit Wasser gestreckt wird. Das ist doch irgendwie ganz schön geizig, oder?
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„Luxus” setzen viele mit „mehr ist mehr” gleich. Doch Yves Durif sieht das anders. Er und sein Team verwendet eine konservativere Technik, die die Haare zwar gründlich reinigt, aber weder ausgetrocknet noch alle Nährstoffe entzieht. Der Trick: Er füllt das Shampoo in kleinere Flaschen ab und verdünnt es mit gefiltertem Wasser. Anschließend benutzt er eine Haarbürste oder einen Kamm, um die Mischung gleichmäßig zu verteilen. Dadurch werden die Haare entwirrt und gleichzeitig wird Schmutz und Öl gelöst. Laut Durif ist das das Beste, was du für die Gesundheit deiner Haare machen kannst – ganz gleich, welche Haarstruktur oder welchen Haartyp du hast.
„Die meisten Menschen benutzen zu viel Shampoo”, erklärt Durif. „Deswegen verrate ich unseren Kund*innen – und besonders denen, die sich über den Preis beschweren – immer unseren Trick”.
Heißt im Klartext: Wenn du nicht gerade von einem achttägigen Campingtrip zurückgekommen bist, gibt es keinen Grund dafür, dir eine ganze Handvoll Shampoo auf den Kopf zu schmieren. Wenn du eine zu große Menge des Produkts verwendest, trocknet das nämlich deine Haare aus, die Farbe verblasst schneller und irgendwelche zusätzlichen Pflegevorteile bringt dir die Mehr-ist-mehr-Variante auch nicht. Das gilt wie gesagt für alle Haartypen, aber Menschen mit lockigen, feinen, gefärbten oder gebleichten Haaren profitieren besonders von der Shampoo-Wasser-Kamm-Variante, denn die Feuchtigkeit bleibt so erhalten.
Abgesehen davon sparst du natürlich auch bares Geld, wenn du kleinere Mengen verwendest – besonders, wenn du lange, dicke oder sehr viele Haare hast und sonst flaschenweise Shampoo vernichtest.
Lust, es einfach mal auszuprobieren? Dann kauf dir einfach eine Applikatorflasche (die gibt’s online schon sehr günstig), gib ein paar Tropfen Shampoo hinein sowie ein paar Teelöffel Wasser. Das perfekte Mischverhältnis von Shampoo zu Wasser hängt von deinen Haaren ab. Probiere es am Anfang einfach mit 50/50 und dann kannst du den Mix, wenn nötig, später noch mal abändern. Jetzt vorsichtig schwenken und nicht schütteln, denn sonst hast du eine Flasche voller Schaum, den du nicht rausbekommst. Jetzt geht’s ans Auftragen. „Trage die Mischung direkt an den Haarwurzeln auf. So landen die Inhaltsstoffe genau da, wo sie gebraucht werden und du verschwendest das Produkt nicht”, rät Durif. Massiere die Kopfhaut ein paar Minuten und dann benutze einen grob gezinkten Kamm oder eine Skelettbürste, um die Haare zu entfiltzen. Ausspülen, Conditioner in die Längen und Spitzen geben, noch mal ausspülen. Et voilà, tu es intelligente et jolie!
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