So wichtig ist Anti-Aging für deine Zähne & das sind die besten Tipps

Foto: Erin Yamagata
Anti-Aging-Rituale gibt es nur für die Haut? Von wegen! Auch unsere Zähne benötigen im Alter eine Extraportion Pflege, damit sie immer strahlend schön und gesund bleiben. Alterserscheinungen machen sich mit der Zeit nämlich auch im Mundraum bemerkbar, und zwar in Form von Verfärbungen, Abnutzungen oder Entzündungen. Ihr möchtet auch in Zukunft immer etwas zu lachen haben? Mit diesen Tipps bleiben eure Beißerchen immer schön jugendlich.

Regelmäßige Mundpflege

An sich sollte dieser Punkt natürlich jedem klar sein, aber regelmäßiges Zähneputzen ist das A und O für einen gesunden Mundraum. Zahnärzte empfehlen, dabei lieber auf Qualität statt Quantität zu setzen. Putzt die Zähne also lieber zweimal gründlich und dafür länger als die üblichen drei Minuten, anstatt nach jeder Mahlzeit nur kurz 'durchzuschrubben'. Für die schnelle Pflege zwischendurch eignet sich antibakterielles Mundwasser.
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Achtet außerdem darauf, eine weiche Zahnbürste zu verwenden und elektrische Zahnbürsten nur ohne Druck einzusetzen. Im Alter kann sich das Zahnfleisch ohnehin schneller zurückbilden und die empfindlichen Zahnhälse freilegen. Mit weichen Bürsten und der richtigen Putztechnik beugt ihr Zahnfleischschwund und Entzündungen vor.

Die richtige Zahnpasta

Eine gute Mundpflege fängt schon bei der richtigen Zahnpasta an. Diese muss nicht zwingend teuer sein, sondern sollte vielmehr die richtigen Inhaltsstoffe enthalten. Besonders wichtig ist der Anteil an Fluorid, der den Stoffwechsel von Plaque-Bakterien verhindert und die Zähne remineralisiert, indem er den Zahnschmelz stärkt. Ein Fluorid-Gehalt von 1000 bis 1500 ppm ("parts per million") gilt als ideal.
Genauso wichtig wie die Pflege der Zähne, ist auch die der Zwischenräume, denn dort bilden sich Entzündungsherde besonders schnell. Dafür gibt es Zahnseide oder spezielle Zwischenraumbürsten, mit denen ihr leicht in die Lücken gelangt. Am besten lasst ihr euch beim Zahnarzt beraten, welche Methode sich bei euch eignet. Zu kleine Bürsten zeigen nur wenig Effekt, zu große Modelle strapazieren das Zahnfleisch.

Conditioner für die Zähne

Die meisten von euch nutzen Conditioner sicherlich regelmäßig nach der Haarwäsche. Aber wusstet ihr, dass es dieses Pflegeprodukt ebenfalls für die Zähne gibt? Zahn-Conditioner sind in der Apotheke erhältlich und sorgen genau wie ihr 'haariges' Pendant für mehr Glanz und eine ebene Oberfläche - nur eben im Mundraum. Dadurch dringen säurehaltige Lebensmittel nicht mehr durch den Zahnschmelz und Verschmutzungen wird vorgebeugt. Sogar Lippenstift soll durch den Conditioner nicht mehr auf den Zähnen haften bleiben - mehr Win-win geht also kaum. Das Produkt tragt ihr nach dem Putzen mit einem Wattestäbchen auf und spült es nach kurzer Einwirkzeit wieder aus.
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Zahnfreundliche Ernährung

Smoothie-Bowls, Ingwertee, jede Menge Obst - all das, was für unser Immunsystem zweifelsohne gesund ist, kann bei den Zähnen für das Gegenteil sorgen. Der hohe Säureanteil in vielen Lebensmitteln bringt den pH-Wert im Mund aus dem Gleichgewicht und greift den Zahnschmelz an. Gleiches gilt auch für Süßigkeiten, die zwar nach Zucker schmecken, nach dem Verzehr jedoch in Säure umgewandelt werden. Bis zum Zähneputzen solltet ihr anschließend immer 30 Minuten lang warten.
Zahnfreundliche Varianten sind wegen ihres hohen Calciumgehalts zum Beispiel Milchprodukte. Auch Lebensmittel wie Vollkornbrot oder Gemüse sind empfehlenswert. Weil sie sehr gut gekaut werden müssen, sorgen sie für eine vermehrte Speichelfunktion und diese wiederum wirkt gleichzeitig schützend und reinigend auf die Zähne. Außerdem gilt: Lieber viel Wasser trinken, anstatt Limo oder andere zuckerhaltige Getränke.

Was der Zahnarzt tun kann

Neben regelmäßigen Kontrollbesuchen beim Zahnarzt sollte auch eine professionelle Zahnreinigung ein- bis zweimal im Jahr auf eurer To-do-Liste stehen. Dort werden nicht nur leichte Verfärbungen von Rotwein-, Kaffee- oder Zigarettenkonsum entfernt, gleichzeitig wird Karies und Parodontitis, also Zahnbettentzündungen, vorgebeugt.
Auch ein Bleaching solltet ihr nur von einem Fachmann durchführen lassen und nicht im heimischen Badezimmer ausprobieren. Beim Zahnarzt gibt es inzwischen moderne Varianten wie das sogenannte Power Bleaching, bei dem die Zähne in 90 Minuten bis zu acht Nuancen aufgehellt werden können. Dank eines speziellen Gels, dessen Wirkstoff durch eine UV-Lampe aktiviert wird, bleiben Zähne und Zahnfleisch unberührt und nur die betroffenen Farbstoffe reagieren auf die Behandlung.
Wer an großen Zahnzwischenräumen oder freistehenden Zahnhälsen leidet, muss sich inzwischen nicht mehr unter das Messer begeben. Bei einem noch relativ neuem Verfahren wird Hyaluronsäure unter gespritzt, die direkt im Zahnfleisch für den Wiederaufbau sorgt. Allerdings hat diese Behandlung mit rund 400 Euro aufwärts auch ihren Preis.
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Ein Makel ist kein Makel

Ein strahlendes Lächeln macht nicht nur sympathisch, sondern sorgt auch für ein gepflegtes Erscheinungsbild. Bei all dem ästhetischen Optimierungswahn sollten wir jedoch nicht vergessen, dass Imperfektionen auch schön sein können und nicht jeder vermeintliche Makel einer Verbesserung bedarf. Ihr habt eine kleine Zahnlücke? Eure Zahnreihen sind nicht ganz gleichmäßig? Oder die Zähne sind nicht reinweiß? Kein Grund, um sich direkt einer Behandlung unterziehen.
Jedes Gebiss ist individuell und das typische Hollywood-Lächeln sowieso nicht zwingend der Maßstab. Vielmehr können Zahnlücken sogar für das gewisse Etwas sorgen. Eine gewissenhafte Mundhygiene ist wichtig, weil sie sich nicht nur auf eure Zähne, sondern auf Dauer auch auf die gesamte Gesundheit des Körpers auswirken kann. Dennoch sollte man es, wie so oft im Leben, auch an dieser Stelle nicht übertreiben ...
In diesen Artikeln findet ihr noch mehr Tipps rund um die Zahnpflege:

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