Nach Normcore kommt Menocore: Das hat es mit dem neuen Trend auf sich hat!

Es ist noch gar nicht mal so lange her, da sprach die Modewelt nur noch von Normcore, was in etwa so viel heißt wie: Sich extra unauffällig, durchschnittlich und unisex zu kleiden. Der Komplett-Schlabberlook war plötzlich en vogue und Birkenstocks die Must Haves der Saison.
Seit Kurzem kursiert nun ein neuer Modetrend, der quasi noch eine Steigerung von Normcore darstellt. Die Rede ist von Menocore – abgeleitet von der Menopause, in die eine Frau in der Regel mit den Wechseljahren eintritt. Eingeführt hat's mal wieder Leandra Medine, die den Begriff kurzfristig auf ihrem Blog Man Repeller etablierte.
Doch was genau hat man sich unter diesem Trend eigentlich genau vorzustellen? In letzter Zeit sind in vielen Fashion Editorials sowie in den sozialen Netzwerken vermehrt Looks aufgetaucht, die man auf den ersten Blick nicht unbedingt als modisch bezeichnen würde. Ganz im Gegenteil: Pyjama Pants, Leinenblusen, Khaki-Shirts kombiniert mit Fischerhüten, Bastkörbchen oder Outdoor-Sandalen. Augenscheinlich geht es hier um einen gewissen Bequemlichkeitsfaktor, um Schnitte und Accessoires, die man eher an reifen als jungen Frauen sieht, aber nicht um das, was man allgemeinhin als Modetrend bezeichnen würde.
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Bewusst modeunbewusst

„Alles, was ich gerade anziehen will, sind die Outfits von Diane Keaton in ‘Was das Herz begehrt', schreibt eine Autorin bei Man Repeller. Und auch Leandra Medine möchte sich derzeit am liebsten ständig wie eine Rentnerin kleiden, deren Leinenhosen durch einen Kordelzug gehalten werden.
Die sogenannte Menocore-Bewegung zelebriert das Alter und somit auch ältere Frauen, die in der Mode zumeist unterrepräsentiert sind oder schier gar keine Sichtbarkeit erhalten. Dabei sehen die Looks, die sich durch Simplizität und Zurückhaltung auszeichnen, nicht nur sehr comfy, sondern tatsächlich auch irgendwie stilvoll aus. Wir finden, dass ältere Frauen und das, was sie tragen, zu Recht in den Fokus rücken. Umso besser, dass es nun einen Namen für diesen Stil gibt.
Wir jedenfalls sind schon jetzt Fan des Menocore-Trends und freuen uns auf den nächsten Bummel über den Wochenmarkt – selbstverständlich in Leinenhose, mit Körbchen in der Hand und Fischerhut auf dem Kopf.